Falsche Werbeversprechen
 

Falsche Werbeversprechen

Weil One den Werbeslogan zur großen Plaudertasche "O Cent in alle Netze." nicht hielt, steht der Mobilfunkbetreiber nun vor Gericht.

Das Handelsgericht Wien, HG Wien, hat den Mobilfunkanbieter One wegen irreführender Werbung zur Unterlassung verurteilt. Die Ankündigung von One für den Tarif "Die große Plaudertasche", mit "O Cent in alle Netze. 25 Euro im Monat" sei irreführend, weil tatsächlich Telefonate zu "3" zusätzlich verrechnet werden, erkannte das Gericht in einem Verfahren, das der Verein für Konsumenteninformation, VKI, im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums geführt hat. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Tatsache ist jedoch, dass beim One-Tarif "Die große Plaudertasche" Telefonate zum Anbieter "3" zusätzlich zur Grundgebühr mit einem Tarif von 0,20 Cent pro Minute verrechnet wurden. Auf diese Ausnahme wurde nur unzureichend - im Kleindruck auf der Internetseite an unauffälliger Stelle - hingewiesen.

Konsumentenschutzminister Erwin Buchinger: "Es ist zu hoffen, dass dieses Urteil Auswirkungen auf künftige Werbemaßnahmen aller Mobilfunkbetreiber hat." Buchinger verweist auch darauf, dass Verfahren gegen weitere Betreiber, die vor Weihnachten ähnlich irreführende Werbungen geschaltet haben, in seinem Auftrag vom VKI geführt werden. Gleichzeitig fordert der Konsumentenschutzminister eine gesetzliche Regelung zur Abschöpfung des Gewinns, der aus irreführenden Werbemaßnahmen lukriert wird. "Wir brauchen wirksame gesetzliche Instrumente, um irreführende Ankündigungen im Interesse der Konsumenten zu verhindern", so der Konsumentenschutzminister.

(so)

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