„Fake News“: Schlagabtausch im Weißen Haus
 

„Fake News“: Schlagabtausch im Weißen Haus

MANDEL NGAN
US President Donald Trump speaks as he visits the Metropolitan Police Department command centre in Las Vegas, Nevada on October 4, 2017....President Donald Trump was in Las Vegas to meet shooting victims and first responders, as investigators question the girlfriend of gunman Stephen Paddock for clues to what drove him to mass murder. / AFP PHOTO / MANDEL NGAN
US President Donald Trump speaks as he visits the Metropolitan Police Department command centre in Las Vegas, Nevada on October 4, 2017....President Donald Trump was in Las Vegas to meet shooting victims and first responders, as investigators question the girlfriend of gunman Stephen Paddock for clues to what drove him to mass murder. / AFP PHOTO / MANDEL NGAN

Sarah Sanders, Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, warf Medien nicht nur die Verbreitung von „Fake News“ vor, sondern unterstellte dabei auch Absicht.

Hitzig wie selten verlief das Presse-Briefing am Montag im Weißen Haus. Nachdem sich Sarah Sanders, Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, den Themen Terror und IS gewidmet hatte, kochte die Stimmung in der folgenden Fragerunde merklich hoch. Neben Fragen zu Vorwürfen sexueller Belästigung durch den Präsidenten und Diskussionen über die US-Anerkennung von Jerusalem als israelische Hauptstadt, stand einmal mehr das Thema „Fake News“ im Fokus. Einmal mehr warf das Weiße Haus Medien die Verbreitung falscher Tatsachen vor. Diesmal ortete Sanders aber sogar Absicht dahinter.

Hintergrund sind mehrere Medien-Fehler, die in den letzten Wochen passiert waren. Wie die APA berichtet, hatte CNN am Freitag eine große Trump-Geschichte im Zusammenhang mit einer russischen Wahlbeeinflussung zurücknehmen müssen. Am Wochenende geriet ein Reporter der „Washington Post“ in die Kritik, der auf seinem privaten Account ein irreführendes Foto einer Trump-Veranstaltung getwittert und gelöscht hatte. In der Woche zuvor hatte der Sender ABC Reporter Brian Ross entlassen, der in der Berichterstattung über Trumps Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn einen gravierenden Fehler gemacht hatte.

Während die Journalisten sich für ihre Fehler aus Unwissenheit entschuldigten, sah Sanders dahinter Absicht: „Sie können nicht sagen, dass es ein Fehler aus Unwissenheit ist, wenn Sie bewusst Informationen herausgeben, von denen Sie wissen, dass sie falsch sind, oder wenn Sie Informationen verwenden, die nicht validiert wurden“, meinte sie.

>>> Zum Protokoll des Presse-Briefings

[Red.]

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