Expansion: Badner Bahn jetzt mit Infoscreen
 
Expansion

Badner Bahn jetzt mit Infoscreen

Wolfgang Kern / INFOSCREEN
Sascha Berndl (Geschäftsführer Infoscreen) und Monika Unterholzner (Geschäftsführerin Wiener Lokalbahnen)
Sascha Berndl (Geschäftsführer Infoscreen) und Monika Unterholzner (Geschäftsführerin Wiener Lokalbahnen)

Noch Ende dieses Jahres soll die erste der neuen Garnituren auf der Strecke zu sehen sein.

Mit 37 Garnituren bedient die Badner Bahn aktuell die 27 Kilometer lange Strecke vom Zentrum Wiens über Vösendorf, die Shopping City Süd, Wiener Neudorf, Guntramsdorf und Traiskirchen bis Baden. Bis 2023 sollen die 18 neuen Alstrom-Züge schrittweise ältere Garnituren ersetzen. Infoscreen begleitet die Modernisierung des Fuhrparks der von den Wiener Lokalbahnen (WLB) betriebenen Badner Bahn. "Für uns war von Anfang an klar, dass die neuen Garnituren nicht nur einen Qualitätssprung im Reisekomfort, sondern auch in der Fahrgastinformation bringen müssen", erklärt WLB-Geschäftsführerin Monika Unterholzner.

Die neuen Garnituren sollen mit Barrierefreiheit, Klimatisierung und Videoüberwachung sowie mit mehr Sitzplätzen, zusätzlichen Plätzen für Rollstühle und Kinderwägen und mit einer besseren Streckeninformation überzeugen. Sechs 29-Zoll-Stretch-Infoscreens – zwei Einzeldisplays und zwei Doppeldisplays – sind pro Garnitur installiert. Diese sollen neben dem Streckenverlauf, Umsteigemöglichkeiten, Verzögerungen oder Baustellen auch Ausstiegshindernisse oder Bedarfshaltestellen anzeigen und über die Ausstiegsrichtung informieren. Aktuell arbeitet die Grafik-Abteilung des Fahrgast TV-Senders laut eigenen Angaben daran, Piktogramme und Kurztexte zu entwerfen, mit denen diese Informationen prägnant kommuniziert werden können.

"Wir haben es in den neuen Alstom-Zügen für die WLB mit Hardware zu tun, die wir schon aus den Wiener Straßenbahnen kennen", sagt Infoscreen-Geschäftsführer Sascha Berndl. Deshalb reiche es, wenn die Techniker lediglich die Inbetriebnahme in der Remise begleiten. Danach könnten alle Bildflächen einzeln von der Infoscreen-Zentrale aus bespielt werden. Rund die Hälfte der vor Corona rund 13,4 Millionen Fahrgäste sind Pendler, heißt es in einer Aussendung. Darin sieht Berndl eine reizvolle Herausforderung für seine Redaktion und die Werbekunden: "Natürlich wollen wir diese Zuseherinnen und Zuseher schon am Weg in die Arbeit mit den wichtigsten Informationen zum Tag versorgen und uns so zum selbstverständlichen medialen Begleiter durch die Woche machen."
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