Exklusiv: Lampl verlässt "trend"-Chefredaktio...
 

Exklusiv: Lampl verlässt "trend"-Chefredaktion

R. Prohaska
Andreas Weber (links) verliert Andreas Lampl in der "trend"-Chefredaktion; der agiert künftig in Form eines Beratervertrags aber weiterhin für den VGN-Titel.
Andreas Weber (links) verliert Andreas Lampl in der "trend"-Chefredaktion; der agiert künftig in Form eines Beratervertrags aber weiterhin für den VGN-Titel.

Andreas Lampl geht auf eigenen Wunsch, bleibt der VGN aber als Berater erhalten. Zudem haben weitere Mitarbeiter den Verlag verlassen.

Über dieses Thema lesen Sie auch in der HORIZONT-Printausgabe 10/2016, die am 11. März 2016 erscheint. Hier geht's zum Abo

Fast hätte man meinen können, es kehre nun Ruhe in die "trend"-Redaktion ein. Aber nachdem das Wochenmagazin der Verlagsgruppe News (VGN) zur Jahreswende im Eiltempo relauncht, und mit dem "Format" fusioniert, wurde, gibt es nun auch auf Personalebene Veränderungen. Wie HORIZONT exklusiv erfahren hat, gibt es sowohl in der Chefredaktion als auch in der Redaktion des VGN-­Titels Abgänge zu verzeichnen. 


So hat Andreas Lampl, der gemeinsam mit Andreas Weber die Chefredaktion bildete, seinen Vertrag mit Ende April aufgelöst. Er wird ab Mai im Rahmen eines Beratervertrags für das Magazin tätig sein und in dieser Funktion redaktionelle Inhalte ebenso beisteuern wie Weber bei Bedarf in seiner Funktion vertreten. Der scheidende Chefredakteur betont, dass dies – wie vor einem Jahr schon einmal angekündigt – auf eigenen Wunsch passierte. "Ich wollte ein wenig kürzertreten und in einem etwas freieren Verhältnis für den 'trend' tätig sein", so Lampl gegenüber HORIZONT. Der Schritt habe keine finanziellen Hintergründe, betont er dabei – angesprochen auf immer wieder ins Spiel gebrachte Sparmaßnahmen. 


Weber wird alleiniger Chefredakteur und als solcher die künftige ­Ausrichtung des Magazins verantworten. "Ich kenne in der Branche niemanden, der auf dieser Ebene so gut und jahrelang zusammengearbeitet hat, wie wir beide. Andi (Lampl, Anm.) wollte persönlich kürzertreten, das muss ich akzeptieren. Für das Produkt wird das aber keinerlei negative Auswirkungen haben, er wird dem Blatt ja weiterhin erhalten ­bleiben", so Weber. Es sei auch "immer klar gewesen", so Lampl, dass er große Veränderungen noch mit begleite und erst dann kürzer trete. "Jetzt, wo wir die beiden Marken 'Format' und 'trend' zusammengeführt und ich den Relaunch erfolgreich mitgetragen habe, war der optimale Zeitpunkt ­dafür." "Format" ging mit Anfang 2016 im "trend" auf, das Magazin ­erscheint seitdem unter der Marke "trend" jeden Freitag plus einer ­Premiumausgabe monatlich


Abgänge in Redaktion und Grafik



Neben der Veränderung in der Chefredaktion geht beim "trend" ein bekanntes Gesicht der Redaktion:  ­Florian Horcicka hat ein Golden-Handshake-Angebot des Verlags angenommen, wie er bestätigt. Er ist bereits nicht mehr im Haus tätig und widmet sich nun ganz seinem neuen Buch über Geheimdienste, das er im Herbst vorstellen wolle. Horcicka, ­zuletzt bekannt vor allem durch seine NSA-Aufdeckergeschichten, war davor unter anderem Kommunikations-Chef im Österreichischen Wirtschaftsbund sowie langjähriger Wirtschaftsjournalist beim Nachrichtenmagazin "News". Neben Horcicka haben ein weiterer Redakteur sowie ein Mitarbeiter aus der Grafik das Magazin verlassen, bestätigt Weber. Weitere Abgänge stünden nicht an, man habe einen vernünftigen Status quo erreicht; auch, weil die Zusammenführung der Redaktionen "sehr gut und klaglos geklappt hat", so Weber. "Ich muss mich hier bei beiden Mannschaften, wo jeder mit Eifer und großem Einsatz dabei war und weiterhin ist, bedanken." 


Neben der Verfeinerung der Printausgabe stehe nun der ­digitale Auftritt am Plan. "Wir werden bis Ende März den digitalen Bereich konzeptionell neu aufsetzen", sagt Weber. Konkrete Details sollen folgen.
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