Ex-Chefredakteur im Exil ist "Europäischer Jo...
 

Ex-Chefredakteur im Exil ist "Europäischer Journalist des Jahres"

Maurizio Gambarini
ABD0001_20170124 - Der türkische Journalist Can Dündar nimmt am 23.01.2017 in Berlin an der Eröffnung des Online-Mediums «Özgürüz» in deutscher und türkischer Sprache der Plattform Correctiv teil. Gemeinsam mit den türkischen Journalisten Dündar und Bagdat soll der zunehmenden Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei etwas entgegengesetzt werden. Foto: Maurizio Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
ABD0001_20170124 - Der türkische Journalist Can Dündar nimmt am 23.01.2017 in Berlin an der Eröffnung des Online-Mediums «Özgürüz» in deutscher und türkischer Sprache der Plattform Correctiv teil. Gemeinsam mit den türkischen Journalisten Dündar und Bagdat soll der zunehmenden Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei etwas entgegengesetzt werden. Foto: Maurizio Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Tageszeitung "Cumhuriyet" lebt seit Sommer 2016 im Exil in Deutschland.

Der türkische Journalist Can Dündar ist beim Medienwettbewerb "Prix Europa" in Berlin als "Europäischer Journalist des Jahres" ausgezeichnet worden. Der ehemalige Chefredakteur der Tageszeitung "Cumhuriyet" lebt seit Sommer 2016 im Exil in Deutschland.

Dündar wurde nach einem Bericht über eine Waffenlieferung des türkischen Geheimdienstes an islamistische Milizen in Syrien in der Türkei wegen Spionage angeklagt. Er saß dort drei Monate im Gefängnis. Bei der Preisverleihung erinnerte Dündar am Freitagabend an alle Journalisten, die in der Türkei im Gefängnis sitzen. "Unser Kampf geht weiter, bis wir alle - und unser Land - frei sind", sagte er.

Weitere 13 Journalisten aus sieben Ländern wurden mit Preisen für die besten Hörfunk-, Fernseh- und Online-Produktionen ausgezeichnet. Der "Prix Europa" wird von 19 europäischen Rundfunkanstalten, EU-Institutionen sowie den Ländern Berlin und Brandenburg getragen. Schirmherr des Wettbewerbs ist das Europäische Parlament. Gastgeber war der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).
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