EU will neue Internet-Steuer einführen
 

EU will neue Internet-Steuer einführen

Die Finanzminister der Union wollen auch von Internet-Händlern außerhalb Europas Mehrwertsteuer für Geschäfte mit Privaten kassieren.

Die EU-Finanzminister haben nun das Internet als neue Einkommensquelle entdeckt und einigten sich am Dienstag darauf, von Internet-Händlern aus Ländern außerhalb der EU auch Mehrwertsteuer zu verlangen. Die Praxis: Ein User aus Österreich, der beispielsweise eine Musikdatei von einem US-amerikanischen Anbieter herunterlädt, müsste laut der neuen Regelung auch die bei uns geltende Mehrwertssteuer bezahlen. Die Internet-Händler müssten sich also zuerst anmelden, um überhaupt Geschäfte mit Privaten in der EU machen zu können. Mit der neuen Regelung würde auch eine Benachteiligung der EU-Anbieter gegenüber den Händlern aus dem EU-Ausland aufgehoben werden. – schließlich wird für EU-interne Geschäfte Mehrwertssteuer eingehoben.


Die Finanzminister haben besonders Software, Videos und Musikdateien im Visier, da diese Waren sehr leicht übers Netz heruntergeladen werden können. Bevor die Mehrwertssteuer für EU-Ausländer aber Realität wird, muss diese noch vom EU-Parlament beschlossen und im Falle einer Zustimmung in den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgewandelt werden.

(rs)


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