EU will einheitlichen Handy-TV-Standard
 

EU will einheitlichen Handy-TV-Standard

DVB-H in die offizielle LIste der EU-Standards aufgenommen. Deutschland und Großbritannien wollen andere Technik.

Die EU-Kommission will Ende Februar die Weichen für einen einheitlichen europäischen Standard für Handy-TV stellen. Die Verkehrsminister der 27 Mitgliedstaaten haben sich bei ihrem Treffen am 29. November 2007 in Brüssel darauf verständigt, das DVB-H, die Technik die auch in Österreich verwendet wird, in die offizielle Liste der EU-Standards aufgenommen wird. Der Standard ist nicht verpflichtend, EU-Medienkommissarin Viviane Reding betont aber, dass „DVB-H der beste Standard, den es gibt“ sei. 19 Staaten setzen bei ihren Aktivitäten rund um das mobile Fernsehen auf DVB-H.
Laut EU-Kommission sträubten sich vor allem Großbritannien und Deutschland gegen den Standard, weil sie bisher eine andere Technik - einen in Südkorea verbreiteten Standard - favorisiert haben. Die Niederlande wiederum lehnten eine Einmischung der EU bei der Standard-Setzung generell ab.

Die EU will mit der Regelung bestehende Hürden ausräumen und der Industrie Rechtssicherheit geben. Man rechnet damit, dass der Markt bis zum Jahr 2011 auf 20 Milliarden Euro anwächst und das 500 Millionen Kunden mit mobilem TV erreicht werden können. Die Ausschreibungsfrist für die Sendeplattform Mux D läuft noch bis zum 14. Dezember 2007.

(rs)

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