Erster Kreativwirtschaftsbericht erschienen
 

Erster Kreativwirtschaftsbericht erschienen

Der erste österreichische Kreativwirtschaftsbericht stellt die heimischen Kreativunternehmen in Zahlen dar.

"Erhebliches ökonomisches Potenzial" attestiert der eben erschienene Kreativwirtschaftsbericht den heimischen Kreativbetrieben: Überdurchschnittlich hohe Dynamik und bessere betriebswirtschaftliche Performance als der Durchschnitt der österreichischen Unternehmen weise die österreichische Kreativwirtschaft aus, so das Fazit der vom Institut für Kulturmanagement und der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst verfasste Datensammlung.

2000 beschäftigten 20.900 privatwirtschaftliche Unternehmen im Kreativbereich insgesamt 110.000 Mitarbeiter – und erwirtschafteten einen geschätzten Gesamtbruttoumsatz von 20 Milliarden Euro. Als bedeutendste Branchen – gemessen an der Anzahl der Unternehmen – werden Architekturbüros vor Werbemittelgestaltung und Herstellung für Individualsoftware gelistet. Gemessen an der Anzahl der Beschäftigten führen Druckereien vor Architekturbüros und Softwareunternehmen, so der Bericht. Nicht erfasst wurden Kulturtourismus, Sachgüterproduktion und Bauwesen.

Der erste Versuch, die österreichische Kreativwirtschaft in Zahlen zu fassen, entstand in Kooperation von Wirtschaftskammer Österreich, Bildungs- und Wirtschaftsministerium sowie dem Kunststaatssekretariat. Wesentliche Ziele seien nun, nach der Datenerfassung die notwendigen Rahmenbedingungen zur Förderung dieses unterschätzen Wirtschaftszweiges zu schaffen, kündigt Dr. Reinhold Mitterlehner, stellvertretender Generalsekretär der Wirtschaftskammer, an. Und nennt die Einführung eines Steuerfreibetrages für Kreativleistungen und die steuerliche Absetzbarkeit von Kunstkäufen als mögliche Beispiele. Die Studie ist im Internet unter wko.at/kreativwirtschaftsbericht nachzulesen.

(jed)

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