Erfolgreichstes Jahr der ORF-Geschichte
 

Erfolgreichstes Jahr der ORF-Geschichte

ORF-Kaufmann Alexander Wrabetz präsentierte erfolgreiche Bilanz 2000

Ein bißchen Wehmut lag über der Bilanz-Präsentation am Küniglberg. Einerseits die äußerst positive Bilanz 2000 - andererseits vielleicht die letzte Gewinnmaximierung auf lange Sicht. Darum gab's vom kaufmännischen Direktor Alexander Wrabetz auch "Watschen" für die bevorstehende Novelle zum neuen ORF-Gesetz. Die Einschränkungen verheißen nichts Gutes. "Darum wird eine solch positive Bilanz für lange Zeit die letzte bleiben", meinte Wrabetz. Im Jahr 2000 konnte der ORF erstmals mehr Werbeeinnahmen verbuchen, als Gebühren. Die klassische Werbung brachte dem ORF Nettoeinnahmen von über 5 Milliarden Schilling. Damit ist eine magische Grenze gefallen. Auf das Fernsehen entfallen dabei 3,856 Milliarden, auf den Hörfunk 1,168 Milliarden und aus Lizenzerlösen und Sonderwerbeformen kamen nochmals 1,6 Milliarden ins ORF-Börsl. Auch der Bilanzgewinn kann sich sehen lassen: Der Überschuss betrug im Jahr 2000 42 Millionen Schilling. Der fortgeschriebene Bilanzgewinn, der von Gesetzes wegen nicht gewinnorientiert agiert, erhöhte sich dadurch auf 1,417 Millionen Schilling bei einer auf 12,213 Milliarden reduzierten Bilanzsumme. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit blieb mit 226 Millionen Schilling fast unverändert. Die Eigenkapitalquote hat sich beim ORF binnen zweier Bilanzjahre von unter 20 auf über 30 Prozent erhöht. Wrabetz: "Damit liegen wir im guten Mittelfeld der europäischen TV-Anstalten und können bei schlechterer Konjunkturlage davon zehren." Auch der Personalaufwand konnte weiter gesenkt werden. Der Gesamtumsatz des ORF betrug im Jahr 2000 11,745 Milliarden Schilling. Eine komfortable Situation für den ORF - trotz des ins Haus stehenden neuen ORF-Gesetzes. (gk)

stats