Ende eines ganz großen ORFlers?
 

Ende eines ganz großen ORFlers?

Um 15.53 Uhr versendet der ORF-Marketing und Kommunikation nachfolgendes Statement zur Causa Elmar Oberhauser, Informationsdirektor des ORF:

Zitat Aussendung ORF:

"Elmar Oberhauser mit sofortiger Wirkung im Urlaub

Auffassungsunterschiede konnten nicht ausgeräumt werden

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz und Fernseh-Informationsdirektor Elmar Oberhauser konnten heute trotz mehrstündiger Gespräche grundsätzliche Auffassungsunterschiede über wichtige Fragen der Zusammenarbeit in der Geschäftsführung nicht ausräumen.
Informationsdirektor Elmar Oberhauser tritt mit sofortiger Wirkung bis zur Klärung der aus dieser Tatsache resultierenden Folgen Urlaub an.  

Generaldirektor Dr. Wrabetz: "Die Führung des wichtigsten elektronischen Mediums setzt ein Mindestmaß an vertrauensvoller Kooperation voraus. Dies ist in der Zusammenarbeit mit Herrn Oberhauser derzeit nicht gewährleistet. Die Beurlaubung ist ein logischer Schritt, der Herrn Oberhauser auch ermöglichen soll, sich umfassend rechtlich beraten zu lassen, da er die Überlegung eines 'Rücktritts', wie er sie ja öffentlich in den Raum gestellt hatte, heute zurückgezogen hat."

Zitat Ende – aber Forsetzung folgt sicher!

Der guten Ordnung halber sei angemerkt: Bereits um 15.26 Uhr hatte via APA-OTS "Österreich" die Beurlaubung gemeldet, um 15.32 Uhr folgte etat.at mit einem Newsletter.

Entzündet hatte sich der nun vorläufig in "Beurlaubung" kulminierte Konflikt endgültig an der Bestellung von Fritz Dittlbacher zum TV-Info-Chefredakteur, gegen den Wunsch des zuständigen Direktors Elmar "Sie haben meine Frage nicht beantwortet" Oberhauser. Der schrieb daraufhin einen "Brief"... und aus.
Es erscheint - fast - egal: Rund zehn Monate vor dem eigentlichen Klimax der trostlosen Veranstaltung auf dem Kü´berg, der Wahl des Generaldirektors, wankt der ORF von einer Personalie in die nächste. Bleibt nur zu hoffen - der Autor schreibt das als Gebührenzahler - dass soviel Selbstbeschäftigung den Blick auf den eigentlichen Unternehmenszweck nicht völlig verstellt.
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