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"El País" beginnt mit Umsetzung von Stellenstreichungen

Auch renommierte Journalisten erhalten Kündigung

Die renommierte spanische Tageszeitung "El País" hat im Zuge ihres Sparprogramms den ersten Journalisten gekündigt, darunter auch einige der bekanntesten Schreiber des Blattes. Am Montag seien zunächst 52 Angestellte in Madrid entlassen worden, sagte der Betriebsratsvorsitzende Manuel González. In den anderen Büros sollen die Kündigungen demnach ab Dienstag erfolgen. Insgesamt will "El País" angesichts einer anhaltenden Medienkrise etwa 150 von 460 Stellen streichen - also fast jede dritte.

"Ich stehe auf der Liste", schrieb der Journalist Ramón Lobo im Kurzbotschaftendienst Twitter, als er von seiner Kündigung erfuhr. Der bekannte "El-País"-Journalist Manuel Cuéllar twitterte: "Nach 17 Jahren bin ich nur noch eine Nummer." Er sei am Sonntag per E-Mail informiert worden, dass er am Montag Einzelheiten seiner Kündigung erfahre.

Das Sparprogramm bei "El País" sieht 129 Kündigungen vor. 20 weitere Kollegen sollen vorzeitig in den Ruhestand geschickt werden. Die Belegschaft hatte in der vergangenen Woche an drei Tagen gegen die Stellenstreichungen protestiert.

(APA/AFP)
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