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"El Pais" zog Auflage wegen falschen Chavez-Fotos zurück

Auslieferung bereits gedruckter Exemplare gestoppt

Wegen eines falschen Fotos des krebskranken venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chavez hat Spaniens größte Tageszeitung "El Pais" am Donnerstag ihre Druckauflage zurückgezogen. Wie das Blatt mitteilte, wurde die Auslieferung der bereits gedruckten Exemplare gestoppt. Die Zeitung hatte auf der Titelseite ein Foto mit dem Gesicht eines Mannes abgebildet, der auf einem Krankenbett liegt und an Schläuchen angeschlossen ist.

In einem Begleittext hieß es, die Zeitung habe nicht verifizieren können, wann und wo das angebliche Chavez-Bild aufgenommen worden sei. Später habe sich herausgestellt, dass das von einer Agentur angebotene Foto falsch gewesen sei, teilte "El Pais" mit. Die Zeitung löschte das Foto in ihrer Online-Ausgabe und ließ eine neue Papierausgabe drucken. Dies hatte zur Folge, dass das Blatt verspätet ausgeliefert wurde und vielerorts in der Früh nicht zu haben war. Die Zeitung entschuldigte sich bei den Lesern und kündigte eine Untersuchung an.

Chavez erholt sich in Kuba von einer Krebsoperation. Über den Gesundheitszustand des linksgerichteten Staatschefs wurde offiziell kaum etwas bekannt, sodass seit Wochen in Venezuela und anderen lateinamerikanischen Staaten zahlreiche Spekulationen und Gerüchte zirkulieren.

(APA/dpa)
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