"Ein Jahrzehnt zu spät!"
 

"Ein Jahrzehnt zu spät!"

Dr. Josef Trappel von der Prognos AG beurteilt die wirtschaftlichen und publizistischen Chancen für terrestrisches TV in Österreich.

"Das österreichische Privat-TV-Gesetz kommt rund ein Jahrzehnt zu spät", meint Dr. Josef Trappel von der Schweizer Prognos AG anläßlich der Bewertung der wirtschaftlichen und publizistischen Chancen von terrestrischem TV in Österreich. Trappel führt in seiner Grundsatzpräsentation den Nachweis, dass "die Medienpolitik eine Vielfalt herbeiredet, die der Markt so nicht hergibt." Natürlich hat sich auch das politische und wirtschaftliche Umfeld seit dem vergangen Jahr (Stichwort: 11. September) geändert.
In den Bereichen Information und Unterhaltung sind die wesentlichen Programmstrukturen besetzt. Da nicht davon auszugehen sein wird, dass das "Zeitbudget für TV-Nutzung zunehmen wird", bleibt neuen, meist regionalen TV-Anbietern nur "der lange Atem, das Aufspüren einer Programmnische und ein low-cost-Management." Zumal die Werbebudgets der Kontaktleistung folgen und das "Initialinteresse der Werbewirtschaft" nach wenigen Monaten abflauen werde, wie Trappel prognostiziert. Bei den Kriterien journalistische Qualität, programmliche Innovation und Zufriedenheit des Publikums sieht Trappel wenig Chancen für die Positionierung von Privat-TV am Markt.

Eine Foto-Galerie zum Vortrag von Josef Trappel finden Sie auf der Homepage unseres Fotografen Peter Svec.(spr)

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