'Echte Frauenpolitik - auch in den Medien'
 

'Echte Frauenpolitik - auch in den Medien'

Luiza Puiu
Das Vorstand des Frauennetzwerks Medien mit den stellvertretenden Vorsitzenden Alexandra Wachter (3.v.l.) und Martina Madner (4.v.l.) fordern mehr Chancengleichheit.
Das Vorstand des Frauennetzwerks Medien mit den stellvertretenden Vorsitzenden Alexandra Wachter (3.v.l.) und Martina Madner (4.v.l.) fordern mehr Chancengleichheit.

Zum Weltfrauentag fordert das Frauennetzwerk Medien einmal mehr Maßnahmen statt Lippenbekenntnissen für Frauen in der Medienbranche. "Feminismus geht uns alle an", sagt die stellvertretende Vorsitzende Martina Madner.

Am 8. März ist Weltfrauentag. Das Frauennetzwerk Medien macht sich stark für mehr Chancengleichheit und den Abbau sexistischer Diskriminierung für Frauen in der Medienbranche. Geringere Aufstiegschancen, geringeres Einkommen oder unbezahlte Selbstständigkeit, das sei auch für viele Frauen im Journalismus Realität.

"Das Frauennetzwerk Medien fordert daher 

  1. dass, die Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern endlich geschlossen wird;
  2. faire und transparente Honorare für freie Journalist*innen;
  3. finanzielle Sicherheit für selbstständige Medienschaffende, speziell während und nach der Schwangerschaft sowie in Zeiten, die sie für die Pflege von Kindern und Angehörigen aufwenden;
  4. ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern im Medienmanagement, in Führungspositionen der Redaktionen, genauso wie PR-Unternehmen und Medienpolitik;
  5. den Abbau von prekären Beschäftigungs- und befristeten Dienstverhältnissen in der Branche, von denen insbesondere Frauen häufig betroffen sind, sowie ein Ende von unterbezahlten (Schein- oder Dauer-)Praktika und
  6. den (Wieder-)Ausbau von Förderungen für Organisationen, die feministischen Journalismus forcieren, feministische Denkarbeit leisten oder feministische Forschung betreiben."

Solidarisch positioniert sich auch das Frauennetzwerk Medien mit dem Streikaufruf des Deutschen Journalistinnenbundes und unterstützt die Initiatorinnen und Initiatoren in ihren Forderungen nach mehr Feminismus im Journalismus, einer Beendigung des Outsourcings in Medienunternehmen und der damit einhergehenden unterwanderung gewerkschaftlich erkämpfter Arbeitsrechte und Einkommensvereinbarungen. Stattdessen strebt das Frauennetzwerk Medien eine Erhöhung der Tarife sowie Arbeitszeitverkürzung und den Ausbau der Kinderbetreuung. 

"Unsere männlichen Kollegen laden wir ein, sich mit Kolleginnen zu solidarisieren",  sagt Alexandra Wachter, stellvertretende Vorsitzende des Frauennetzwerks Medien und fordert von der Regierung "echte Frauenpolitik statt Lippenbekenntnissen sowie eine solide Förderungspolitik für alle Organisationen, die sich für die Rechte von Frauen einsetzen". Ihre Kollegin Martina Madner ergänzt: "Feminismus geht uns alle an."

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