E-Shops nicht ausreichend gesichert
 

E-Shops nicht ausreichend gesichert

Die Versäumnis, einen Teil einer EU-Richtlinie in nationales Gesetz umzusetzen, beschert Österreich ungenügend gesicherte E-Commerce-Anbieter.

18,7 Prozent heimischer E-Commerce-Anbieter setzen zur Sicherung ihres Online-Business auf eine 128bit-SSL-Verschlüsselung. Sie gilt als Sicherungsstandard im Online-Business. ARGE Daten hat 422 E-Commerce-Anbieter geprüft und als Referenz-Stichprobe auch 210 nicht-österreichische E-Commerce-Anbieter zum Vergleich herangezogen. 43,9 Prozent dieser Stichprobe weisen die notwendigen Sicherheitsstandards auf. 343 der österreichischen Online-Anbieter ignorieren dies obwohl, wie ARGE Daten argumentiert, die SSL-Technologie leicht und zu äußerst geringen Kosten zu implementieren wäre und die EU-Richtlinie zur „Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation“ seit 1. November 2003 gilt und de facto auch Gesetzeskraft hat.



ARGE Daten hat Web-Angebot quer über alle Branchen hinweg analysiert und zum Teil „erhebliche Unterschiede“ festgestellt. So wiesen die Angebote von Verlagen und Buchhändlern mit einem Anteil von 32,1 Prozent an sicherer Datenübertragung das beste Ergebnis auf. Als „überraschend“ qualifiziert ARGE Daten die „relativ geringe Verbreitung sicherer Kommunikation im Bereich der IT-Anbieter also Computerhändler, Internet- und Telekom-Anbieter sowie IT-Dienstleister. Mit 24,6 Prozent ist der Wert auf demselben Niveau wie beim sonstigen Einzelhandel, der eine Sicherungsquote von 23,3 Prozent aufweisen kann.



(tl)
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