Druck der Wirtschaft auf die Medien nimmt zu
 

Druck der Wirtschaft auf die Medien nimmt zu

Deutscher Journalistenverband kritisiert neue Entwicklung.

Der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) Siegfried Weischenberg hat den wachsenden wirtschaftlichen Druck auf die unabhängige Berichterstattung kritisiert. "Die Mauer zwischen Verlag und Redaktionen wird zunehmend niedergerissen", sagte Weischenberg in München. Journalistische Gehälter dürfen auch künftig nicht an die Anzeigenentwicklung gekoppelt werden. Verhältnisse wie es sie teilweise in den USA gebe, seien für Deutschland nicht wünschenswert. Weischenberg sprach sich dafür aus, durch eine einheitliche gesetzliche Regelung die Unabhängigkeit der Redaktionen abzusichern. Die Redaktionsstatute seien insgesamt nicht ausreichend. Ähnlich äußerte sich auch Werner Funk, ehemaliger stern-Chefredakteur und Herausgeber von Capital.

(gk)


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