Drohendes Werbeverbot: IAA: 'Das können wir s...
 
Drohendes Werbeverbot

IAA: 'Das können wir so nicht hinnehmen'

Katharina Schiffl/IAA
Walter Zinggl, Präsident IAA Austrian Chapter und Geschäftsführer IP Österreich
Walter Zinggl, Präsident IAA Austrian Chapter und Geschäftsführer IP Österreich

Die International Advertising Association stellt sich klar hinter die Werbetreibenden. Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste geht aus Sicht von IAA-Austria-Präsident Walter Zinggl zu weit und käme bei vielen Lebensmittelkategorien faktisch einem Werbeverbot gleich.

„Es kann doch nicht sein, dass in Österreich in vorauseilendem Gehorsam eine EU-Richtlinie so umgesetzt wird, dass die ohnehin durch Corona schwer getroffene Werbe- und Kommunikationsindustrie jetzt auch noch durch ein De-facto-Werbeverbot zusätzlich belastet wird“, meint IAA-Austria-Präsident Walter Zinggl.

'Selbstregulierungssystem tadellos'

Weder Nährwertprofile noch Werbeverbote seien in der zugrunde liegenden EU-Richtlinie vorgesehen. Ziel sei es eigentlich „unangebrachte audiovisuelle kommerzielle Kommunikation auf Kinder“ wirkungsvoll zu verringern, wie Günter Thumser, Geschäftsführer des Österreichischen Verbands der Markenartikelindustrie, ergänzt. „Dafür gibt es jedoch in Österreich seit zehn Jahren ein Selbstregulierungssystem, das tadellos funktioniert“.

Günter Thumser, Geschäftsführer Österr. Verband der Markenartikelindustrie
Katharina Schiffl/IAA
Günter Thumser, Geschäftsführer Österr. Verband der Markenartikelindustrie


Zinggl weiters: „Wir von der IAA setzen uns für faire Markt- und Wettbewerbsbedingungen ein und hier würde sich ein absoluter Nachteil für alle Webetreibenden – egal ob auf Unternehmer, Agentur- oder Medienseite – ergeben“. Das könne man so nicht hinnehmen. „Daher werden wir gemeinsam versuchen, die Österreichische Umsetzung der AVMD-Richtlinie auf die Formulierungen der EU-Richtlinie hin zu orientieren.“
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