Dresdner Bank will Kirchs Springer-Anteile
 

Dresdner Bank will Kirchs Springer-Anteile

Angebot der Hypo verschafft Kirch Atempause.

Nach dem Angebot der HypoVereinsbank an die Kirch-Gruppe für deren 40-prozentigen Anteil am Axel-Springer-Verlag erwägt nun die Dresdner Bank eine Gegenofferte. Dies berichten untwe anderem die "FAZ", die "Financial Times Deutschland" und das "Handelsblatt" in ihren Ausgaben vom 13. Februar. Die Dresdner Bank ist seit langem Hausbank von Springer und soll außerdem über ein Beratungsmandat bei Springer verfügen. Kirch wiederum ist der Dresdner Bank mit einem im April fälligen Kredit von 460 Millionen Euro verpflichtet.

In Finanzkreisen war nicht ausgeschlossen worden, dass auch die Deutsche Bank – einer der größten Kreditgeber Kirchs – ein Gebot für die Springer-Anteile abgeben will. Die Deutsche Bank hat diese Gerüchte jedoch laut "Financial Times Deutschland" zurückgewiesen. Kirch hat seinen Kredit von 700 Millionen Euro bei der Deutschen Bank mit dem Springer-Paket besichert. Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf Breuer, hatte jüngst durch öffentliche Aussagen den Druck auf Kirch erhöht. Der Deutschen Bank wird nachgesagt, in engen Verbindungen zum australischen Medienunternehmer Rupert Murdoch zu stehen.

Kirchs Entscheidung wird in den nächsten Tagen erwartet. Er hat durch das Angebot der HypoVereinsbank - rund 1,1 Milliarden Euro für den Springer-Anteil – eine kleine Atempause bekommen. Nicht zuletzt durch die Option, auch mit anderen Interessenten das günstigste Angebot aushandeln zu dürfen.

(ap)

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