Domizlaffs Erbe
 

Domizlaffs Erbe

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Alexander Deichsel bedient sich für sein Buch eines einfachen, aber genialen Kunstkniffs. Er löst die Mark aus dem wirtschaftlichen Kontext heraus und betrachtet sie als soziales Beziehungssystem.

Alexander Deichsel bedient sich für sein Buch eines einfachen, aber genialen Kunstkniffs. Er löst die Mark aus dem wirtschaftlichen Kontext heraus und betrachtet sie als soziales Beziehungssystem. Deichsels Werk trägt denn auch den schlichten Titel "Markensoziologie". Obwohl Deichsel der Marke also nicht mit einem wirtschaftstheoretischen Instrumentarium zu Leibe rückt, zeichnet er sehr klare Bilder, wie Marken entstehen, sich entwickeln und wachsen, vor allem aber wirken. Deichsel, ehemaliger Professor für Soziologie an der Universität Hamburg und heute Direktor des Genfer Instituts für Markentechnik, greift mit seinem Buch nicht nur Hans Domizlaffs Theorien zur Markentechnik auf und setzt diese Konsequent in die Gegenwart um, er zeigt vor allem auch, wie modern und unverzichtbar die Erkenntnisse des "Altmeisters" der Markentechnik noch immer sind. Obwohl "Markensoziologie" kein Buch ist, das sich so zwischendurch lesen lässt, bietet es einen durchaus vergnügliche Lektüre. Wer für Marken verantwortlich zeichnet, sollte "Markensoziologie" lesen.

alexander deichsel Markensoziologie Deutscher Fachverlag, Frankfurt/Main 2004, 250 Seiten 53,50 Euro, ISBN 3-87150-849-7

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