Dokumentarfilmpreise: Internationaler Nominie...
 
Dokumentarfilmpreise

Internationaler Nominierungsregen für Terra Mater Factual Studios

TMFS/Wildlife Films/Beverly Joubert
Eine Büffel-Herde aus der ebenfalls nominierten Terra-Mater-Produktion "Okawango – Fluss der Träume"
Eine Büffel-Herde aus der ebenfalls nominierten Terra-Mater-Produktion "Okawango – Fluss der Träume"

Zwei Emmy-Nominierungen, elf Nominierungen beim US-Naturfilmfestival Jackson Wild und vier von neun möglichen Nominierungen für eine Terra-Mater-Produktion beim Wildscreen-Festival im englischen Bristol.

Erstmals wurde eine Produktion des Wiener Produktionshauses Terra Mater Factual Studios (TMFS) bei den Primetime Emmys nominiert: "Sea of Shadows", der große Dokumentarfilm über den Kampf um das Überleben des kleinsten Wals der Welt im Golf von Kalifornien, geht in der Kategorie "Outstanding Cinematography for a Nonfiction Program" ins Rennen um die begehrte goldene Statuette. Die Verleihung findet am 20. September in Los Angeles statt. Bei den News and Documentary Emmys wurde die Terra Mater-Produktion "Okawango – Fluss der Träume" ebenfalls für die beste Kamera in einer Dokumentation nominiert. Die Verleihung findet am 22. September in New York statt, beide Zeremonien werden wegen der Corona-Krise virtuell stattfinden und live per TV und Streaming übertragen.

Naturfilm-Oscar hätte heuer im Burgenland vergeben werden sollen

Beim Jackson-Wild-Festival, dem sogenannten "Naturfilm-Oscar", wurden gleich elf Nominierungen für Produktionen der Red-Bull-Tochtergesellschaft ausgesprochen: der Zweiteiler "Pumas - Legenden der Anden" wurde in der Königskategorie "Limited Series" nominiert, zudem wurde diese Anerkennung für die erste Folge in der Kategorie "Schnitt" und für die zweite Folge in "Animal Behavior" verliehen. "Corona – Das Virus und das Pangolin" wurde in der Kategorie "Conservation" in den Wettbewerb aufgenommen und für das beste Drehbuch nominiert. "Okawango – Fluss der Träume" in Spielfilmlänge wurde von der Vorjury für das beste Tondesign nominiert, der vierte Teil der Okawango-Serie in der Kategorie "Ecosystem".

Die weiteren TMFS-Produktionen in der Endrunde des bedeutendsten Naturfilmevents der Welt sind "Lappland – Im Land der Rentiere" in "Ecosystem" und "Das Lied der Gibbons" für die Originalfilmmusik. In der Kategorie "Special Recognition"wurde "Dehesa - Spaniens Serengeti" nominiert, das erst vergangene Woche bei ServusTV zu sehen war. Last but not least: "Sea of Shadows" - letztes Jahr als bester Kinofilm von Jackson Wild ausgezeichnet - ist nun auch für die beste "Impact Campaign" im Finale des Festivals Ende September nominiert.

"Die elf Jackson-Wild-Nominierungen nehmen wir mit einem lachenden und weinenden Auge zur Kenntnis", erklärt TMFS-Chef Walter Köhler: "Eigentlich sollte Jackson Wild heuer Ende September nicht im Grand Teton National Park in den USA stattfinden, diesmal hätte sich die Naturfilm-Elite im Nationalpark Neusiedler See getroffen. Leider mussten die amerikanischen Veranstalter entscheiden, den Event wegen Corona virtuell stattfinden zu lassen. Unser Erfolg tröstet darüber hinweg, dass diese großartige Veranstaltung erst 2022 in Österreich stattfinden wird." Das virtuelle Jackson Wild Festival 2020 geht in der letzten Septemberwoche über die Bühne.

In Bristol beim Wildscreen-Festival wurde die Terra Mater-Produktion "Sea of Shadows" in vier von neun möglichen Kategorien nominiert und ist somit die bei weitem erfolgreichste Produktion dieses Festivals. Der Kinofilm wurde für den besten Schnitt, die beste Filmmusik und die beste Tongestaltung, und außerdem Walter Köhler und Wolfgang Knöpfler als beste Produzenten und Richard Ladkani als bester Regisseur nominiert. "Im Hollywood des Naturfilms die meisten Nominierungen zu bekommen, ist schon etwas Besonderes. Im Hinterhof der BBC ist die Konkurrenz ja besonders hart, alle übrigen Produktionen sind rein englischer Provenienz. Da zählen diese Nominierungen umso mehr", so Köhler.
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