'Diva' sagt Grüezi, Schweiz
 

'Diva' sagt Grüezi, Schweiz

Styria Medienhaus Lifestyle

Die Styria expandiert mit ihrem Magazin 'Diva' in die Schweiz. Im Anzeigenverkauf kooperiert man mit Gruner + Jahr, ein Teil der Inhalte wird mutiert.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 7/2019 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Die Diva, laut Eigendefinition Österreichs Magazin für Mode, Schönheit und Luxus, feiert heuer ihren 30. Geburtstag. Zum runden Jubiläum begibt man sich dabei in neue Gefilde, denn die Styria will mit dem Titel jetzt auch den Schweizer Lesermarkt erobern. Bereits von 2013 bis 2014 war das Verlagshaus mit der Stilbibel, einer zweimal jährlich erscheinenden Sonderausgabe der Diva zu den Key-Looks der Saison, bei den Nachbarn im Westen vertreten. Unter geänderten Vorzeichen nimmt man sich den Markt nun mit einer Mutation der Österreich-Ausgabe der Diva erneut vor.

Möglich wurde der erneute Markteintritt durch eine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Verkaufsbüro von Gruner + Jahr, wie Robert Langenberger, Geschäftsführer Styria Medienhaus Lifestyle, im Gespräch mit HORIZONT erläutert. Damit hat sich für die Styria eine Lücke geschlossen, denn die Stilbibel musste man damals wieder vom Markt nehmen, weil man keinen Partner finden konnte, der das Verlagshaus im Anzeigenverkauf unterstützt hätte. "Es hat sich einfach gezeigt, dass es für den Schweizer Markt auch Lokalexpertise braucht und ohne Repräsentanz vor Ort war es uns daher nicht möglich, dieses Projekt weiterzuziehen."

Das Potenzial für einen erfolgreichen Markteintritt sieht Langenberger aber nicht nur aufgrund der Zusammenarbeit mit Gruner + Jahr gegeben: "Mit der Diva Schweiz richten wir uns an einen Markt, der eine hohe Affinität zu Luxusprodukten aufweist. Gleichzeitig gibt es dort im Segment der Mode- beziehungsweise Luxusmagazine eine Lücke, in die wir nun hineinstoßen wollen", so Langenberger.

Mix aus international und lokal
Mit einem gänzlich neuen Magazin in den Markt zu gehen, hielte Langenberger zwar für schwierig, da die Diva in der Schweiz allerdings in einer Mutation erscheine, könne der Titel bei moderaten Kosten und mit nur geringem Zusatzaufwand produziert werden. "Wir fangen ja nicht bei null an, sondern eher bei 80 Prozent, da ein Großteil der Inhalte der Diva international ist und daher überall dieselbe Gültigkeit besitzt." Etwa zehn bis 20 Prozent des Contents seien dagegen generisch österreichisch. "Dabei handelt es sich um Beiträge, die sich mit Neueröffnungen, mit heimischen Designern, Models oder Produkten befassen." Und dieser Anteil werde in der Schweiz ebenfalls mit lokalspezifischen Inhalten abgedeckt, weshalb man dort mit zwei lokalen Redakteuren zusammenarbeite. Aufgrund des relativ geringen zusätzlichen Produktionsaufwandes geht Langenberger auch davon aus, dass die Diva Schweiz "relativ bald kostendeckend sein wird".

Vertrieb über den Kiosk
Vertreiben wird der Styria Verlag die Schweiz-Mutation der Diva einerseits über den Kiosk. "Hier haben wir 2013 und 2014 bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt, die Stilbibel hat sich hier wirklich sehr gut verkauft." Zudem werde man aber – wie auch in Österreich – über mehrere Lesezirkel und Vertriebspartner, die "mit uns entsprechend den Point of Sale, aber auch andere zielgruppenrelevante Plätze und Orte" versorgen, verfügbar sein. Der Verkauf von Abos sei derzeit noch nicht anvisiert: "Dadurch, dass wir gesehen haben, dass man – wenn man die entsprechenden Maßnahmen mit Stapelauflagen, Aufsetzern et cetera umsetzt – am Point of Sale ganz gut verkaufen beziehungsweise eine gute Präsenz in der Zielgruppe erreichen kann, werden wir uns auf diesen Bereich konzentrieren."

Geprüfte Druckauflage
Die Druckauflage in der Schweiz liegt bei 20.000 Stück (Österreich: 35.000 Stück). Dabei sei man auf von Beginn an WEMF- (Werbemedienforschung Zürich, das Analogon zur ÖAK, Anmerkung), also druckauflagengeprüft. "Das ist für den Werbemarkt in der Schweiz natürlich sehr wichtig und wurde uns von Gruner + Jahr auch so empfohlen", so Langenberger. Eine Reichweitenmessung sei hingegen in den ersten Jahren noch nicht aktuell.

Erscheinen wird die Schweiz-Mutation der Diva neun Mal jährlich, immer eine Woche nach der Österreich-Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien am 14. Februar.

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