Dittlbacher übernimmt TV-Chefredaktion
 

Dittlbacher übernimmt TV-Chefredaktion

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Die ORF-Fernsehinformation wird von Fritz Dittlbacher geleitet.©ORF/Günther Pich
Die ORF-Fernsehinformation wird von Fritz Dittlbacher geleitet.©ORF/Günther Pich

Fritz Dittlbacher wurde von ORF-General Alexander Wrabetz zum TV-Chefredakteur bestellt und folgt Karl Amon nach.

SPÖ-Wunschkandidat Fritz Dittlbacher wurde auf Wunsch der Redakteure (49 Stimmen) der ORF-Information und gestern von ORF-General Alexander Wrabetz zum TV-Chefredakteur bestellt. Das eindeutige Votum der Redakteursversammlung der Fernsehinformation für Dittlbacher sei ein "klares Signal, dass mit seiner Bestellung auch nach Meinung der Redaktion der Weg der Unabhängigkeit und Professionalität des Journalismus im ORF-Fernsehen konsequent fortgesetzt wird", so Wrabetz.

Dittlbachers Konkurrenz "ZiB2"-Moderator Armin Wolf und "ZiB2"-Sendungschef Wolfgang Wagner bekamen jeweils elf Stimmen. Wolf sei laut Wrabetz als Chefmoderator der "ZiB 2" unverzichtbar. Der ORF-Chef hält es aber für wichtig, ihm in den Bereichen Innovationsmanagement und Neue Medien zusätzliche Verantwortung zu übertragen. "Dies soll in die Überlegungen zur Bildung eines Führungsteams der Fernsehinformation einbezogen werden."

Der frisch gebackene TV-Chefredakteur Dittlbacher ist seit 1992 beim ORF, seit 1999 ist der 47-Jährige Chefreporter und stellvertretender Leiter des Innenpolitik-Ressorts. Seine Ehefrau  Lou Lorenz-Dittlbacher soll auf seinen Wunsch hin weiterhin die "ZiB2" moderieren, was gegen eine ORF interne Regeln verstößt.

Dass Dittlbacher sein Handwerk versteht, spricht ihm im ORF niemand ab: Organisatorisch habe er in jedem Fall das Zeug dazu, wird ihm von langjährigen Wegbegleitern - auch aus der konservativen Ecke - zugestanden. Journalistisch und kollegial sei Dittlbacher ebenso untadelig. ist allerorts zu hören. Der bisherige stellvertretende Innenpolitikchef wird von der Kollegenschaft denn auch heftig gegen Punzierungsversuche und politische Attacken von außen in Schutz genommen: Wiewohl er als roter Parteiwunsch gilt, sei Dittlbacher gegen politische Einflüsse immun, betonen die ORF-Kollegen, die ihn in einer Redakteursversammlung mit eindrucksvoller Mehrheit unterstützten. Dittlbacher selbst bezeichnet sich als "sozial denkend".

Diese Personalie kommentiert Sebastian Loudon, Chefredakteur von HORIZONT und Bestseller, in seinem Editorial, das im HORIZONT Nummer 42 vom 22. Oktober erscheint.

(Quelle: APA)
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