Diskussionen um die „Quotenfrau“
 

Diskussionen um die „Quotenfrau“

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Zahlreiche Medienfrauen waren beim 10. Österreichischen Journalistinnenkongress vertreten.(c)pressefotos.at/Niko Formanek
Zahlreiche Medienfrauen waren beim 10. Österreichischen Journalistinnenkongress vertreten.(c)pressefotos.at/Niko Formanek

Das Thema der „Quotenfrau“ kam im Rahmen des Journalistinnenkongress, der am 9. und 10. Oktober tagte, nicht zur Ruhe.

Viel Zustimmung für eine generelle Frauenquote gab es von keiner Seite. Maria Schaumayr, frühere Nationalbank-Präsidentin und eine der Initiatorinnen des Kongresses, vertritt die Ansicht, dass eine Quote an sich kein Grund sei, „sich besonders in frauen-resistenten Unternehmungen zu generieren“. Silylle Hamann, Autorin und freie Journalistin versuchte in ihrem Vortrag die Tricks in der männlich dominierten Arbeitswelt herauszuarbeiten.
Die Unternehmensberaterin Gundi Wentner stelle fest, dass Frauen sich heute nicht mehr über die Männer definieren, jedoch "selbstkritischer seien". Oscar Bronner und Christian Rainer sprachen sich gegen den Faktor Frau als Entscheidungskriterium für Spitzenpositionen aus. Ähnlich sahen das auch Monika Lindner und Alexandra Föderl-Schmid, die sich nicht als „Quotenfrauen“ sehen. Traude Kogoj, Medienforscherin verwies auf eine Untersuchung in Sachen Weiterbildung in Betrieben. Demnach punkten Männer bei Führungskompetenz, Frauen bei Fach- und Sozialkompetenz.


Der zweite Tag des Kongresses stand ganz im Zeichen von Workshops, die sich auf spezielle Medienthemen konzentrierten. In „Kommunikationstechnologien und digitale Welten“ brachte Eda Kagel, i-d media AG, Berlin, den Zuhörerinnen den „Journalismus 2.0“ näher. Ähnlich wie das Web 2.0 hat sich auch der Journalismus weiterentwickelt und „jeder informiert jeden“.


Mehr zum Journalistinnenkongress lesen Sie im HORIZONT Nr. 42, der am 17. Oktober 2008 erscheint.


Barbara Pelz


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