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Digitalisierungsfonds: Vier Millionen Euro für Digitalradio DAB+

Christof Wagner/RTR
"Der Schwerpunkt unserer DAB+-Förderung liegt jedenfalls auf der Entlastung der Radioveranstalter bei den Übertragungskosten in den ersten drei Jahren", sagt RTR-Geschäftsführer Alfred Grinschgl.
"Der Schwerpunkt unserer DAB+-Förderung liegt jedenfalls auf der Entlastung der Radioveranstalter bei den Übertragungskosten in den ersten drei Jahren", sagt RTR-Geschäftsführer Alfred Grinschgl.

In den Jahren 2017 bis 2020 widmet der Digitalisierungsfonds der Einführung von Digitalradio DAB+ vier Millionen Euro.

Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) stellt in den Jahren 2017 bis 2020 vier Millionen Euro aus ihrem Digitalisierungsfonds bereit, um die Einführung von Digitalradio im Standard DAB+ in Österreich zu unterstützen. Davon werden zunächst zwei Millionen Euro im Zusammenhang mit der bis 12. Juni 2017 laufenden Frequenz-Ausschreibung für DAB+ der Medienbehörde KommAustria eingeplant. Weitere zwei Millionen Euro sind allfälligen künftigen Ausschreibungen gewidmet. Das geht aus dem heute vom zuständigen Fachbereich Medien der RTR veröffentlichten Konzept für die Vergabe der Mittel des Digitalisierungsfonds im Zeitraum bis 2020 hervor.

Ende Jänner wurden Zulassungen zur Errichtung und zum Betrieb einer bundesweiten digitalen terrestrischen Multiplex-Plattform und von lokalen oder regionalen Multiplex-Plattformen auf Basis einer weiteren, bundesweiten Frequenzbedeckung, die dafür aufgeteilt werden kann, ausgeschrieben (HORIZONT berichtete). Anträge auf Erteilung der ausgeschriebenen Zulassungen müssen bis spätestens 12. Juni 2017 bei der Medienbehörde einlangen. "Natürlich können wir heute noch nicht wissen, ob am Ende dieser ersten Ausschreibung der KommAustria Anträge für eine bundesweite Digitalradio-Bedeckung oder nur für regionale Bedeckungen oder für beides vorliegen werden", sagt RTR-Geschäftsführer Alfred Grinschgl.

Wenn beispielsweise eine Bedeckung mit 15 Radioprogrammen an den Start gehen soll, dann könnten dafür in etwa 1,5 Millionen zur Verfügung gestellt werden, die auf die beteiligten Radioveranstalter über drei Jahre in degressiven Tranchen aufgeteilt werden, heißt es in einer Aussendung. "Dann blieben noch weitere 500.000 Euro zur Förderung regionaler DAB+-Bedeckungen", so Grinschgl. Gefördert werden höchstens 50 Prozent der tatsächlich entstehenden Übertragungskosten.
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