Digitalangebot: ORF geht mit 'Topos' an den S...
 
APA/ORF
 Weißmann freut sich über die 'Innovation'
Weißmann freut sich über die 'Innovation'

Der ORF hat heute, Montag, sein neues multimediales Digitalangebot 'Topos' gestartet.

Es widmet sich den Bereichen Kultur, Religion, Wissenschaft sowie Gesellschaft und kombiniert Text mit Video, Audio, Fotos und Grafiken. Es ist über ORF.at verlinkt und über topos.ORF.at abrufbar. Die Inhalte sind im Gegensatz zum Großteil anderer ORF-Inhalte bis zu einem Jahr online verfügbar, womit Topos Schritt für Schritt ein größeres Inhaltsangebot aufbauen soll.


"Ich freue mich, dass es trotz der bestehenden gesetzlichen Restriktionen im Digitalbereich gelungen ist, eine weitere Programminnovation für das Publikum umzusetzen", wurde ORF-Generaldirektor Roland Weißmann in einer Aussendung zitiert und bezeichnete die Plattform als "wichtigen Beitrag zur Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kulturauftrags im digitalen Zeitalter". Laut ORF-Topos-Chef Gerald Heidegger richte sich das Digitalangebot "an alle, die sich für kulturelle und gesellschaftliche Phänomene interessieren und dabei offen für neue Erzählformen sind".

Topos sei eine Chance, die multimediale Zusammenarbeit im ORF weiter zu vertiefen. Zudem soll Topos Facetten und Themen ausleuchten, für die im linearen Programm zu wenig Zeit bleibt. Wir spüren mit einem kleinen Team neue Themen auf und suchen nach medialen Verknüpfungen für neue Nutzungssituationen", fügt Simon Hadler aus der Redaktion hinzu. Zum Start ist etwa die Webserie "Die Doppelte Frau" und das Format "Fünf Fragen an Kulturnerds" abrufbar. Die Porträtreihe "Archive des Schreibens" bietet der jungen österreichischen Literaturszene eine Bühne und das Multimedia-Projekt "Straussmania" beschäftigt sich bis zum Neujahrskonzert mit Hits der Strauss-Dynastie und verschwundenen Schauplätzen der Populärkultur des 19. Jahrhunderts.

Topos wurde von der Medienbehörde KommAustria genehmigt und war ursprünglich als Modul für den ORF-Player gedacht. Es steht als Wegweiser für die Zukunft von ORF.at im Raum, nachdem Weißmann angekündigt hatte, die Anzahl der Textmeldungen auf der "blauen Seite" zu reduzieren und die reichweitenstärkste Nachrichtenseite des Landes verstärkt in Richtung Bewegtbild zu entwickeln.

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