Dieter von Holtzbrinck kehrt zurück
 

Dieter von Holtzbrinck kehrt zurück

Er übernimmt die nationalen Zeitungen und Zeitschriften des Stuttgarter Holtzbrinck-Verlages.

Dieter von Holtzbrinck, der lange Jahre an der Spitze des Stuttgarter Holtzbrinck-Verlags stand und sich 2006 aus dem Familienkonzern zurückgezogen hatte, übernimmt die nationalen Zeitungen und Zeitschriften des Verlags.

Der 67-Jährige kauft seinem Halbbruder Stefan damit die Berliner Tagesspiegel-Gruppe, die Verlagsgruppe Handelsblatt und 50 Prozent des Hamburger ZEIT-Verlages ab.


Stefan von Holtzbrinck, der ohnehin nicht als Liebhaber des Printgeschäfts gilt, hatte den Verlag in den vergangenen Jahren zunehmend auf das Online-Geschäft ausgerichtet. Mit dem Verkauf verabschiedet er sich nun aus dem Zeitungsmarkt. Dieter von Holtzbrinck hingegen hatte sich 2007 bereits erfolglos bemüht, gemeinsam mit Investoren die "Süddeutsche Zeitung" zu übernehmen.




Mit diesem Schritt wolle die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ihren Spielraum vergrößeren,  um in Zeiten einer weltweiten Rezession und des Umbrauchs im Medienbereich ihre strategischen Pläne zu realisieren, heißt es von Seiten des Verlages.

Die derzeit zur Verlagsgruppe Handelsblatt zählenden Tochterunternehmen Spotlight-Sprachverlag (Starnberg), Lebensmittelpraxis-Verlag (Neuwied) und der Buchverlag Schaeffer-Poeschel (Stuttgart) werden bei der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck verbleiben. Bei der ZEIT wird zukünftig ein fünfköpfiger Aufsichtsrat gebildet, dem die Gesellschafter Monika Schoeller, Dieter von Holtzbrinck und Stefan von Holtzbrinck angehören.
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