Dieselgenerator soll EURO-Übertragung sichern
 

Dieselgenerator soll EURO-Übertragung sichern

Nicht das Unwetter sondern ein technischer Lapsus war für den TV-Ausfall beim UEFA EURO Halbfinale verantwortlich.

Drei kurze Stromaussetzer zu einer denkbar ungünstigen Zeit - nämlich genau in der zweiten Halbzeit des Fußballkrimis Deutschland gegen die Türkei reichten aus: Das Sicherheitssystem im International Broadcast Center (IBC) der UEFA, das in der Messe Wien untergebracht ist, versagte beim Umschalten auf das Notstromaggregat. Die Bildschirme blieben am Abend des 25. Juni 2008 schwarz, insgesamt drei Mal je sechs Minuten lang.




Warum es zu diesen Ausfällen kommen konnte, erklärte Alexandre Fourtoy, Chef der UEFA Media Technology SA (UMET), am Donnerstag vor Journalisten. "Schuld an den Ausfällen sind Mikro-Aussetzer von weniger als einer Milli-Sekunde im Stromversorgungssystem gewesen, die nichts mit dem Wetter zutun gehabt hätten. Es war ein rein technisches Problem" gestand Fourtoy die Probleme im International Broadcasting Center (IBC). Vom IBC aus wird das weltweite TV-Signal durch die UEFA und ihre Partner-Firmen produziert und ausgesendet.



Um einen neuerlichen Gau bei der Übertragung zu vermeiden, werde man nun einen Diesel-Generator parallel laufen lassen. Damit soll verhindert werden, dass man das gesamte Sicherheitssystem neu starten muss.



Während der TV-Ausfälle übernahme der ORF kurzfristig das Signal des Schweizer Fernsehens (SF). Das schweizer öffentlich-rechtliche Fernsehen verfügten im Basel über Glasfieberkabel - ein eigenes Back-up-System hatten andere Anstalten nicht nur Verfügung. Erstmals sorgt die UEFA – über ihre Tochter UMET – selbst für die Produktion der TV-Bilder. Streng genommen war das Umschalten auf SF auch ein Vertragsbruch, doch Fourtoy meinte zur spontanen TV-Hilfsgemeinschaft: "Das war ein guter Akt der Solidarität."




Quelle: APA
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