Die Medienlandschaft ist bunt
 

Die Medienlandschaft ist bunt

"Die neuen Österreicher" so der Titel der Diskussion rund um Migranten in der österreichischen Medienlandschaft.

Offen und gar nicht nach den gängigen Klischees verlief die bunt gemischte Diskussionsrunde zum Thema "Die neuen Österreicher - Migration und Kommunikation", die am letzten Tag der diesjährigen Messe über die Bühne ging. Edith Meinhart vom "Profil" leitete das Gespräch an dem unter anderen "Das Biber"-Gründerin Ivana Cucujkic und Dejan Sudar von "Kosmos" als Vertreter jener Medien anwesend waren, die als Kernzielgruppe die rund 700.000 Menschen mit Ex-Jugoslawischem Hintergrund haben. Der Unterschied zwischen den beiden Medien: Während "Das Biber" die Publikation in deutsch herausbringt, ist Komso in der Heimatsprache verfasst. Die beiden Publikationen kommen sich auch inhaltlich kaum in die Quere, setzt "Das Biber" doch vorrangig auf die junge Zielgruppe und einen lockeren Umgang mit der eigenen Identität, während "Kosmo" als Gratismagazin im Einzelhandel aufliegt und in Muttersprache andere Lesergruppen erschließt. Was die beiden vereint ist das gelebte Motto "Wir schreiben nicht über Migranten, sondern mit und für sie".


Dieses Ziel verfolgt auch Birol Kilic, der neben seinen zahlreichen Funktionen auch als Herausgeber der türkischsprachigen Monatszeitung "Yeni Vatan Gazetesi" zu Deutsch "Neue Heimat Zeitung" fungiert. Dieses Heft ist mehr als Ratgeber angelegt und richtet sich laut Kilic vorwiegend an Kleinunternehmer und jene, die in Österreich die Wirtschaft aktiv mitgestalten wollen.





Was alle Medien, die von den so genannten "neuen Österreichern" publiziert werden, gemeinsam haben, ist das Selbstbewusstsein und das Verständnis, es als Bereicherung zu sehen, mehr als nur eine Kultur und eine Sprache in sich zu tragen, im Gegenteil "Der Migrant ist schon lange kein Opfer mehr", bringt es Cucujkic auf den Punkt.
stats