Die If@bo schafft den Turnaround
 

Die If@bo schafft den Turnaround

Rund 31.000 Besucher und eine hohe Zufriedenheit bei den Ausstellern bestätigen die Reed Messe Wien in der Neukonzeption der IT-Fachmesse if@bo.

Die Messe war "visuell klar wahrnehmbar" ein Business-Event, freut sich Reed Messe-Geschäftsführer Matthias Limbeck in einem abschliessenden Resümee über die if@bo. Mit mehr als 31.000 Besuchern wurde der Forecast leicht übertroffen. Erfreulich die Struktur der Besucher: 53 Prozent kamen erstmalig bzw. wieder auf die if@bo. 47 Prozent reisten aus den Bundesländern an. 76 Prozent waren Vertreter von Klein- und Mittelbetrieben. 35 Prozent waren Geschäftsführer oder selbstständige Unternehmer und 73 Prozent zeichnen für IT-Entscheidungen im Unternehmen eigenständig oder mitverantwortlich.



Seitens der Aussteller wurde vor allem die Tatsache in den Vordergrund gerückt, dass "das Geschäftsumfeld wieder hergestellt" wurde und dass die "Messe eine Steigerung qualitativer und neuer Kontakte" brachte.

Für Limbeck ist trotz dieser positiven Bilanz nicht alles eitel Wonne. Selbstkritisch wird die mangelnde Frequenz beim Innovations Center angemerkt und das zu dichte Programm im Rat+Tat-Forum. Auch der CITA-Kongress wird nächstes Jahr auf eineinhalb Tage gestrafft.



Für das kommende Jahr hat sich die Reed Messe Wien die Aktivierung von Keynote-Ausstellern wie Siemens, HP/Compaq und Microsoft auf die Fahnen geheftet. Dazu soll der Bereich Branchensoftware integriert und die Ausrichtung auf Central Eastern Europe verstärkt fokussiert werden. Deshalb wird es künftig auch keine if@bos mehr in Budapest, Prag oder Bukarest geben. Seitens der Londoner Reed-Zentrale wird der Launch der internationalen Infosecurity (eine kleine Fachmesse zum Thema Datensicherheit) vorbereitet. Eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Österreich soll der if@bo eine zusätzliche wirtschaftspolitische Dimension verleihen.



Die im Vorfeld der if@bo lancierte Skepsis, die Veranstaltung sei zu nahe an der exponet, läßt Limbeck kalt. Eine Besucher-Überlappung von 38 Prozent sei relativ gering. Weitere Verschiebungen in der Besucherstruktur seien aufgrund der Ausrichtung als "Messe für business solutions" durchaus zu erwarten. Auch die Aussteller schließen nicht aus, dass es künftig nur mehr eine IT-Messe in Österreich geben könnte. Und dass werde die if@bo sein. Mit Sicherheit kommt es im kommenden Jahr zu einer Kooperation zwischen der Softwaremesse "Managerware" des Österreichischen Controller-Institutes und der if@bo. (spr)

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