Deutschland: Bertelsmann mit Rekordgewinn
 
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Bertelsmann mit Rekordgewinn

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Trotz Corona-Krise lag der operative Gewinn bei 3,1 Milliarden Euro. Einbußen bei Werbung.

Der deutsche Medienkonzern Bertelsmann hat 2020 mit einem Rekordgewinn abgeschlossen: "2020 war ein Ausnahmejahr, das wir trotz der Coronapandemie mit starken Ergebnissen abgeschlossen haben", sagte Konzernchef Thomas Rabe am Dienstag. Der operative Gewinn (operating EBITDA) lag bei 3,1 Milliarden Euro. Einziger Wermutstropfen in der Bilanz: Der Umsatz fiel um 4 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro.


Einbußen mussten vor allem das Werbegschäft und die Printsparte wegstecken - hier schlug der Lockdown voll durch. Buchverlage und Diensteistungen stiegen hingegen. Für 2021 rechnet man bei Bertelsmann weiter mit Unsicherheiten wegen der globalen Pandemie.

Nationale Champions

Für die kommenden fünf Jahr definierte Rabe fünf strategische Ziele: "Nationale Media-Champions, Globale Inhalte, Globale Dienstleistungen, Onlinebildung und Beteiligungen."

Entscheidend sei nicht mehr der traditionelle Wettbewerb im TV-Geschäft, sondern ein Kräftemessen mit US-Plattformen und Tech-Giganten wie Netflix, Amazon, Google und Facebook. "Darauf ist die Antwort Konsolidierung, größer zu werden und gemeinsam mehr zu investieren", so Rabe. Um den US-Giganten die Stirn zu bieten, sei mehr Kooperation im europäischen Mediengeschäft und nationale Champions notwendig.

Ein solcher nationaler Medienchampion könnte in Deutschland entstehen. Dort prüft Bertelsmann aktuell eine engere Kooperation bis zu einem Zusammengehen von RTL Deutschland und Gruner+Jahr. Eine Entscheidung soll bis zum Sommer fallen.

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