Deutsches Kartellamt lässt Zeitungsdeal platz...
 

Deutsches Kartellamt lässt Zeitungsdeal platzen

Das Deutsche Bundeskartellamts wird den Berliner Zeitungsdeal zwischen Gruner + Jahr und Holtzbrinck nicht genehmigen.

Der Berliner Zeitungsdeal zwischen Gruner + Jahr und Holtzbrinck scheint in seiner derzeitigen Form zum Scheitern verurteilt. Der Stuttgarter Holtzbrinck Verlag will um 200 Millionen Euro den zu Gruner + Jahr gehörenden Berliner Verlag mit den Tageszeitungen "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier", der Gratiszeitung "Berliner Abendblatt" und dem Stadtmagazin "Tip" übernehmen. Der Deal war im Sommer dieses Jahres ausverhandelt worden.



Nun mahnt das Deutsche Bundeskartellamt den potentiellen neuen Eigentümer ab und folgt darin weitgehend der Argumentation des Axel Springer Verlags, der die ebenfalls in Berlin sitzenden Zeitungen "Berliner Morgenpost", "Welt" und "Welt am Sonntag" herausgibt. Der Axel Springer Verlag fürchtet von Holtzbrinck auf dem umkämpften Markt der deutschen Bundeshauptstadt in die Ecke gedrängt zu werden.

Holtzbrinck gibt in Berlin bereits den "Tagesspiegel" heraus und würde nach dem Zusammenschluss "mit großem Abstand Marktführer auf dem Berliner Lesemarkt für regionale Abo-Tageszeitungen" werden, so das Bundeskartellamt. Das Unternehmen käme auf einen Marktanteil von 60 Prozent. Das entspricht in etwa dem Doppelten des Springer Verlages. Bis 4. Dezember 2002 haben die beteiligten Verlage nun Zeit, ihren Deal nachzubessern.

(as)


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