Deutscher Verlag setzt "Kopfgeld" auf radikal...
 

Deutscher Verlag setzt "Kopfgeld" auf radikalen Katholikenblog aus

"kreuz.net" hatte Dirk Bach nach dessen Tod wüst homophob verunglimpft - Auf homosexuelle Themen spezialisierter Verlag will die Hintermänner ausforschen

Ein auf homosexuelle Themen spezialisierter Verlag in Berlin will Verunglimpfungen des überraschend verstorbenen Comedians Dirk Bach nicht auf sich beruhen lassen. Der Bruno Gmünder-Verlag, in dessen Portfolio unter anderem das "schwule Lifestyle-Magazin" Männer verlegt wird, hat ein "Kopfgeld" auf die Hintermänner des radikal-katholischen Blogs kreuz.net ausgesetzt. Dieser hatte einen Tag nach Bachs Tod wüste homophobe Tiraden veröffentlicht. Titel: "Jetzt brennt er in der ewigen Homohölle".

Hintermänner sollen ausgeforscht werden

Der Bruno Gmünder-Verlag geht nun dagegen mit ungewöhnlichen Mitteln in die Offensive. Der Verlag brachte nicht nur Strafanzeige ein, sondern lobte auch eine Belohnung aus. Dies sei nötig, weil schon frühere Verfahren gegen den radikalen Blog daran scheiterten, dass die Seite in den USA gehostet wird. "Aus diesem Grund setzt der Bruno Gmünder Verlag parallel zur Anzeige ein 'Kopfgeld' von 15.000 Euro für Informationen über die deutschen Hintermänner von kreuz.net aus. Das wird demjenigen ausgezahlt der/die dem Verlag die Namen und Kontaktdaten für die Tatverdächtigen, also den Autoren des Textes über Dirk Bach und die Betreiber von kreuz.net. zur Verfügung stellt, so dass sie rechtskräftig verurteilt werden können", heißt es.

Man stehe als Medienunternehmen ganz grundsätzlich und unbedingt für das Recht auf Meinungsfreiheit, sehe aber durch die Äußerungen des kreuz.net-Autoren aber Artikel 5 Absatz 2 des deutschen Grundgesetzes verletzt. Der lautet: "Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre."
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