Deutscher UMTS-Poker bei 100 Millionen D-Mark...
 

Deutscher UMTS-Poker bei 100 Millionen D-Mark zu Ende

Exakt 98,8 Milliarden D-Mark (rund 700 Milliarden Schilling) erzielte das deutsche Bundesfinanzministerium mit der Versteigerung von sechs UMTS-Lizenzen.

Exakt 98,8 Milliarden D-Mark (rund 700 Milliarden Schilling) erzielte das deutsche Bundesfinanzministerium mit der Versteigerung von sechs UMTS-Lizenzen.

Die T-Mobil (Mobilfunktochter der Deutschen Telekom), die Mannesmann Mobilfunk (Vodafone AirTouch), die holldänisch-asiatische Gruppe E-Plus Hutchison und VIAG-Interkom (e.on und Britische Telecom) sowie MobilCom Multimedia (ein Joint Venture der deutschen MobilCom und der France Telecom) und das Konsortium G3 (aus der spanischen Telefonica und der finnischen Sonera; ursprünglich war auch noch die britische Orange in dieser Gruppe) konnten sich eine der begehrten Lizenzen beziehungsweise jeweils zwei Frequenzpakete für die Handy-Generation der Zukunft sichern.

Die Auktion in Mainz war zu Ende gegangen nachdem Mannesmann/Vodafone und T-Mobil darauf verzichteten hatten, drei der zwölf angebotenen Frequenzblöcke ersteigern zu wollen. Nach dem Ausstieg von debitel haben jetzt nunmehr alle sechs verbliebenen Bewerber die für eine Lizenz mindestens erforderlichen zwei Frequenzpakete ersteigert.


Nun beginnt das Rennen um die technische Ausstattung der künftigen UMTS-Netzbetreiber.



Außerdem werden ab 18. August 2000 weitere, so genannte ungepaarte Frequenzblöcke versteigert. An dieser Runde können nurmehr die jetzt erfolgreichen sechs Unternehmen teilnehmen. Über ungepaarte Frequenzblöcke können entweder nur ankommende oder abgehende Telekommunikationssignale transportiert werden, da sie nur über einen Kanal verfügen. Das Mindestgebot für einen ungepaarten Frequenzblock beträgt 50 Millionen D-Mark (350 Millionen Schilling).



Die UMTS-Lizenzen können ab 2003 genutzt werden.

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