Deutscher Pin Group droht das Aus
 

Deutscher Pin Group droht das Aus

Die defizitäre Brieftochter des Axel Springer Verlages gerät durch geplanten Mindestohn für Briefzusteller in arge Bedrängnis.

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlages muss bei der defizitären Brieftochter Pin Group offenbar endgültig die Notbremse ziehen. Noch vor Weihnachten werde das Unternehmen abgewickelt, weiß die "Financial Times Deutschland" von Gesellschafterkreisen. Springer ist erst in diesem Sommer für 510 Millionen Euro als Mehrheitsgesellschafter bei dem Post-Konkurrenten eingestiegen. Dem Vernehmen nach rechnet der Konzern nun damit, wegen der Pin-Beteiligung in diesem Jahr rund 600 Millionen Euro abschreiben zu müssen. An der Krise bei Pin soll vor allem der in Deutschland geplante Mindestlohn für Briefzusteller Schuld sein. Nach der Einigung der großen Koalition hatte die Pin Group bereits Anfang Dezember angekündigt, "im ersten Schritt" bis zu 1000 Mitarbeiter zu entlassen. Nicht völlig ausgeschlossen ist weiterhin der Einstieg eines neuen Großaktionärs - etwa der niederländischen TNT Post.

(rs)

stats