Deutsche Zeitungen grenzen Umsatzminus ein
 

Deutsche Zeitungen grenzen Umsatzminus ein

Die deutschen Zeitungsverleger haben dank des wachsenden Digitalgeschäfts ihren Umsatzrückgang eingedämmt. Die Erlöse fielen 2014 um 0,6 Prozent und damit deutlich geringer als im Jahr davor, wie der Branchenverband BDZV nun mitteilte

Bei den Tageszeitungen blieb der Umsatz fast unverändert. Unter Druck standen dagegen Wochen- und Sonntagszeitungen, wo die Einnahmen spürbar um knapp acht Prozent sanken. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einem stabilen Geschäft im Vertrieb und bei den Anzeigen, nannte aber zunächst keine konkrete Prognose.

Wachstumstreiber sei derzeit das Geschäft rund um das Internet, teilte der BDZV weiter mit. Die Zahl der Bezahlangebote im Netz sei im vorigen Jahr um 30 Prozent gewachsen. Aktuell verlangten 107 Verlage von ihren Lesern Geld für journalistische Inhalte. Bis Jahresende dürften es dem BDZV zufolge mindestens 120 Zeitungen sein.

Die größte Herausforderung sei es, den wachsenden publizistischen Erfolg in der digitalen Welt auch zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu machen. "Das ist ein Marathon, der große Kondition und langen Atem erfordert", sagte Hans-Joachim Fuhrmann, Mitglied der BDZV-Geschäftsleitung. Die Branche sei dafür gut gerüstet. Die Gesamtauflage der Zeitungen schrumpft unterdessen weiter - und zwar auf 20,7 Millionen im ersten Quartal 2015. Binnen Jahresfrist ist dies ein Rückgang um gut vier Prozent.
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