Deutsche Post wird zum Zeitungsverleger
 

Deutsche Post wird zum Zeitungsverleger

Schneller als gedacht, startet die Post in Deutschland ein eigenes Anzeigenblatt für Motorrad-Interessierte.

In Deutschland erhitzen sich gerade die Gemüter: Die Deutsche Post dringt in das Terrain von Verlegern ein und startet ein eigenes überregionales Anzeigenblatt mit redaktionellen Belangen für Motorrad-Interessierte. "Speed News" soll dabei von April bis Oktober in einer Auflage von 300.000 Stück pro Ausgabe kostenlos von der Post an deutsche Haushalte verteilt werden.


Laut offizieller Begründung wolle man das 2004 gestartete Motorsport-Förderprogramm "Speed Academy" weiter stärken. Allerdings nicht als einziges Projekt, denn geplant seien auch weitere Engagements für die Bier- und Alkoholindustrie sowie ein Computerblatt. Allerdings suche man die Zusammenarbeit mit den Verlagen, heißt es von Postseite, vor allem im Bereich Druck oder Zukauf von redakionellen Inhalten, "wir sind keine Verleger und wollen es auch keinesfalls werden", verkündete Post-Vorstand Jürgen Gerdes.


Der VDZ protestiert heftig: "Wir werden es nicht hinnehmen, dass ein staatlich mitbeherrschtes Logistikunternehmen mit einzigartigen Wettbewerbsvorteilen im Pressevertrieb die Bedingungen für eine wettbewerbsfähige Zeitschriftenpresse untergräbt."

(dodo)

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