Deutsche Katholiken planen eigenen Fernsehsen...
 

Deutsche Katholiken planen eigenen Fernsehsender

Mit einem kircheneigenen Sender wollen die deutschen Katholiken fundamentalistischen TV-Gemeinden aus den USA entgegenhalten.

Die katholische Kirche in Deutschland plant einen eigenen digitalen Fernsehsender, der Ende 2009 starten soll. Gebhard Fürst, der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz meint zu dem Projekt: "Eine zeitnahe Realisierung liegt nach meiner Meinung nahe, denn 2012 werden die analogen Übertragungswege abgeschaltet". Der Grund für die Gründung eines TV-Senders seien „fundamentalistische Sender aus den USA“, die "ihre Gottesdienste genau auf die Gottesdienstzeiten der christlichen Kirchen platzieren“.

Ausgestrahlt werden soll das Programm von 06.00 bis 24.00 Uhr, nachts sind Wiederholungen geplant. Vor allem der Austausch mit den weltweit 60 katholischen TV-Sendern soll religiöse Inhalte liefern, vier bis sechs Stunden des täglichen Programms könnten selbst produziert werden. Im Bezug auf Einschaltquoten zeigen sich die Kirchenvertreter bislang bescheiden. Man wolle weder illusorische Reichweiten erzielen noch andere Medien ethischer machen. Die größte Herausforderung sei für die Neo-Fernsehmacher die Finanzierung und fundamentalistischen TV-Sendern aus Amerika Paroli zu bieten.

(so)

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