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Deutsche Chefredakteure warnen vor einförmiger Berichterstattung

"Zeit" und "Stern" diesbezüglich einig - Tebartz-van Elst als Beispiel genannt - "Spiegel"-Chefredakteur pocht auf Abgrenzung von Werbung

Chefredakteure deutscher Medien haben vor einer zu einförmigen Berichterstattung gewarnt. Bei bestimmten Themen gebe es einen zu hohen "Komformitätsdruck", beklagte "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo auf dem Zeitschriftenverleger-Kongress "Publishers' Summit" am Mittwoch in Berlin. "Stern"-Chefredakteur Dominik Wichmann sagte, es erfordere Mut, einer geballten Medienmeinung zu widersprechen.

Vor wenigen Tagen hatte bereits Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der "Stern"-Chefredaktion, einen "Rudeljournalismus" kritisiert und als Beispiel den Skandal um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst genannt.

"Spiegel"-Chefredakteur Wolfgang Büchner appellierte in der Runde vom Mittwoch an die Medienbranche, die klare Trennung von Werbung und Journalismus strikt einzuhalten. Die Werbeindustrie drohe sich der Inhalte zu bemächtigen: "Es gibt dort viele Grenzüberschreitungen."

(APA/dpa)
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