Deutsch für Österreicher
 

Deutsch für Österreicher

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Dass Österreicher nicht Quark, sondern Topfen essen, statt Konfitüre Marmelade auf ihre Brote schmieren und Fleisch beim Fleischer und nicht beim Metzger kaufen, gehört zu den unzähligen sprachlichen Unterschieden zwischen der deutschen Sprache der Deutsc...

Dass Österreicher nicht Quark, sondern Topfen essen, statt Konfitüre Marmelade auf ihre Brote schmieren und Fleisch beim Fleischer und nicht beim Metzger kaufen, gehört zu den unzähligen sprachlichen Unterschieden zwischen der deutschen Sprache der Deutschen und jener der Alpenrepublik. Weit mehr als 10.000 Wörter machen die Besonderheiten aus, die den heimischen Wortschatz von jenem des großen Nachbarlandes trennt, lediglich 23 Begriffe aber wurden beim Beitritt Österreichs in die Europäische Union in den EU-Verfassungsrang erhoben: darunter ausschließlich kulinarisches Vokabular wie Fisolen (grüne Bohnen), Faschiertes (Hackfleisch) oder Obers (Sahne). "Die Auswahl dieses Küssenglossars lässt vermuten, dass sich einige Ministerialräte schnell beim Heurigen getroffen haben, um die sprachlichen Unterschiede exemplarisch festzumachen", vermutet also der Germanist Robert Sedlaczek. Und bietet daher mit seinem Nachschlagewerk "Das österreichische Deutsch" eine umfassende Auflistung der gängigsten begrifflichen Unterschiede samt ihrer historischen Wurzeln.

Robert Sedlaczek "Das österreichische Deutsch. Wie wir uns von unserem großen Nachbarn unterscheiden". Verlag Carl Ueberreuter, Wien 2004, 496 Seiten, 34,95 Euro, ISBN 3-8000-7075-8

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