Der zweite, genaue Blick
 

Der zweite, genaue Blick

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Wer Advertising Age kennt, kennt auch Bob Garfield, den Verfasser der Kolumne "Ad Review". Mit seinen Kolumnen ist Garfield auf wenige Worte beschränkt, ein bisschen mehr Platz und ein bisschen mehr Worte widmet der Ad Age-Kolumnist mit seinem Buch der Werbung.

Wer Advertising Age kennt, kennt auch Bob Garfield, den Verfasser der Kolumne "Ad Review". Mit seinen Kolumnen ist Garfield auf wenige Worte beschränkt, ein bisschen mehr Platz und ein bisschen mehr Worte widmet der Ad Age-Kolumnist mit seinem Buch der Werbung. In erster Linie ausgezeichneter Werbung. Oder besser, prämierter Werbung. Denn nicht immer hält Garfield prämierte Werbung auch für ausgezeichnete Werbung. Garfield schaut bei prämierter Werbung ein zweites Mal, genauer hin, nimmt Spots auseinander und weist nicht nur die Elemente hin, die die Juroren begeisterten, sondern reduziert einzelne Commercials einfach nur auf das, was sie zeigen. Und das ist manchmal ganz schön verräterisch. Garfield zeigt, wie sehr es der Werbung oft an Relevanz mangelt, sie dafür aber umso mehr mit Tabus spielt. Garfield kritisiert die Werbung, weil er sie mag. Allerdings legt des Ad Age-Mitarbeiter bei seiner Kritik manchmal zu sehr den Maßstab des amerikanischen Moralisten an. Und damit stimmen wir Europäer wohl nicht immer überein.

Bob Garfield: And now a few words from me: advertising´s leading critic lays down the law, one and for all; McGrawoHill/Advertising Age, New York/Chicago 2003, 204 Seiten, 24.95 US-Dollar (Preis für Österreich nicht bekannt), ISBN 0-07-140316-7.

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