Der steirische Außenwerbemarkt steht vor dem ...
 

Der steirische Außenwerbemarkt steht vor dem Ausbau

Doris Müller
Der Ankünder wurde bereits im Jahr 1924 gegründet und gilt heute als das größte südösterreichische Außenwerbeunternehmen. Dementsprechend breit ist das Spektrum an Medien, das im Out-of-Home-Bereich geboten wird. Die Unternehmensgruppe Ankünder umfasst mittlerweile neun Einzelunternehmen in drei Ländern: Österreich, Slowenien und Kroatien.
Der Ankünder wurde bereits im Jahr 1924 gegründet und gilt heute als das größte südösterreichische Außenwerbeunternehmen. Dementsprechend breit ist das Spektrum an Medien, das im Out-of-Home-Bereich geboten wird. Die Unternehmensgruppe Ankünder umfasst mittlerweile neun Einzelunternehmen in drei Ländern: Österreich, Slowenien und Kroatien.

Mehr Touristen und Öffi-Fahrer sowie die Eventoffensive bringen Schwung in die Branche. Außenwerber setzen auf den Ausbau ihrer Angebote.

Dieser Artikel erschien bereits in der HORIZONT-Ausgabe Nr. 23/2016 vom 10. Juni. Hier geht's zum Abo

Es war wohl kein Zufall, dass der neue digitale Tower von Epamedia beim steirischen Erzbergrodeo das erste Mal im Einsatz war. „Hier konnten wir die Zukunft der digitalen Außenwerbung vorstellen“, sagt Geschäftsführerin Brigitte Ecker. Und das ging so: Im Mittelpunkt der Supercross-Arena im Zieleinlauf zog der acht Meter hohe Turm mit seinen drei, je sieben Quadratmeter großen Screens, die Blicke auf sich. Es waren Werbeeinschaltungen von A1 Telekom Austria und Mazda zu sehen, aber auch Bilder des Rennsportevents.

Die Veranstaltungen in der Steiermark würden eben großes Potenzial bieten, um mit dem Werbeturm Außenwerbung auch abseits der urbanen Ballungsräume zu etablieren. Doch das sei noch nicht alles. „Der Tourismus in der Steiermark befindet sich in einem konstanten Wachstum“, so Ecker. „Damit ist das Bundesland in Summe stabil und bietet ein optimales Umfeld für kreative Sonder­umsetzungen oder Formatsprengungen. Mit mehr als 2.350 Flächen hält die Epamedia 37 Prozent am steirischen Außenwerbemarkt – pro Woche werden laut Outdoor Server Austria (OSA) damit knapp 40 Millionen Kontakte erreicht. Bei nationalen Kampagnen entfallen rund 13 Prozent der Spendings auf die Steiermark – hinzu kommen regionale und lokale Kampagnen.

Werbung in den Öffis

Seit mehr als einem Jahrzehnt spielt der steirische Außenwerbemarkt auch in der Unternehmensstrategie von Infoscreen eine wichtige Rolle. Das Bundesland war der erste Expansionsschritt des Unternehmens außerhalb Wiens. „Schon 2003 haben wir großes Potenzial im steirischen Außenwerbemarkt gesehen. Heute können wir sagen, dass diese Einschätzung richtig war“, sagt Geschäftsführer Franz Solta. Seither liefert Infoscreen den Fahrgästen der Holding Graz Linien digitale Fakten, Nachrichten, das Wetter und natürlich auch Werbung. In der Reichweite spiegelt sich das dann so wider: Die aktuelle Media-Analyse weist Infoscreen im Großraum Graz eine Tagesreichweite von 20,2 Prozent aus.

Mit insgesamt 594 Infoscreens konnte man sich in Straßenbahnen und Bussen etablieren. Während der Vollausbau aller Straßenbahnen bereits realisiert ist, erfolgt der Vollausbau der Busse mittelfristig. Konkrete Zahlen zu den Werbespendings können nicht genannt werden, „weil die Steiermark für einen Großteil unserer nationalen Kunden ein wichtiger Werbemarkt ist, den sie automatisch mitbuchen“, erklärt Solta. Zu nationalen Kunden, die bei Infoscreen ganz gezielt den steirischen Markt buchen, zählen etwa die Lufthansa, Bawag P.S.K. und Red Bull. Und die Reise wird weiter gehen, denn die Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr steigen, auch deswegen weil die Holding Graz Linien in den nächsten Jahren in den Ausbau des Netzes investieren wird. „Diesen Ausbau werden wir begleiten und somit unsere Reichweite sukzessive ausbauen“, sagt Solta.

Digitalisierung als Zusatzchance

Ankünder-Geschäftsführer Josef ­Karner bringt einen weiteren Aspekt für den wachsenden Außenwerbemarkt ins Rennen: die Digitalisierung. „Der Bildschirm zu Hause, der mobile Bildschirm für unterwegs und der Bildschirm im öffentlichen Raum – die Customer Journey wird so nicht mehr unterbrochen und die Außenwerbung trägt dazu einen großen Teil bei.“ Er schränkt aber ein: „Vollkommen digital wird es auch in Zukunft nicht sein, denn die Stärken von klassischen Außenwerbemedien bleiben bestehen.“

Besonders die KMU-Offensive der vergangenen Jahre in der Steiermark habe zunehmend zum Unternehmenserfolg beigetragen, wobei auch die Veranstaltungsoffensive große Wirkung zeigen würde. „Wir haben den Event- und Veranstaltungsbereich in den vergangenen Jahren noch stärker in der Marktbearbeitung in den Fokus gerückt. Ziel ist es, dass wir sowohl lokale als auch internationale Veranstaltungen großflächig und multimedial in Graz in Szene setzen“, sagt dazu CEO und Unternehmenssprecher Dieter Weber.

Aktuell bewirbt der Ankünder etwa das Marketing-Festival „Fifteen Seconds“, die Ausstellung „Tutanchamun“, das Musical „Ich war noch niemals in New York“. Für die Ägypten-Ausstellung und das Udo-Jürgens-Musical lässt der Veranstalter Show Factory fast ein Jahr lang eine Straßenbahn im Total-Look durch Graz fahren. Weber: „Es gilt, jedes Medium intelligent und kreativ zu nutzen.“ Nur so könne für jeden Kunden das Optimum aus der Kampagne herausgeholt werden.

Geschäftsführer Karner fügt an: „Der internationale Blick zeigt, dass die Werbeanteile für die Außenwerbung stetig nach oben gehen.“ Daher würde Außenwerbung auch im Mediamix einen zunehmend hohen Stellenwert einnehmen. In Zukunft werde es zu einem Ausbau der urbanen Werbeträger kommen – gemeint sind in erster Linie City Lights, Rolling Boards und Poster Lights. Darüber hinaus werde die Einführung des Media Servers das laufende Jahr massiv prägen: „Vor allem bei Nutzungsverhalten, Zielgruppen- und Konvergenzinformationen erwarten wir aufgrund der wachsenden Mobilität und Urbanisierung exzellente Ergebnisse für unsere Medien“, sagt Karner.

Die Gewista ist mit 24,9 Prozent am Ankünder, der sich im Eigentum der Holding Graz befindet, beteiligt und daher selbst nicht am steirischen Außenwerbemarkt aktiv. Allerdings kündigte CEO Karl Javurek im Mai gegenüber HORIZONT an, dass eine Expansion der digitalen Screens, die aktuell in Wien in sieben U-Bahnhöfen, in der Innenstadt und auch auf der Mariahilfer Straße installiert sind, geplant ist. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen damit mehrere Landeshauptstädte – darunter auch Graz – erschlossen werden.
Der Ankünder wurde bereits im Jahr 1924 gegründet und gilt heute als das größte südösterreichische Außenwerbeunternehmen. Dementsprechend breit ist das Spektrum an Medien, das im Out-of-Home-Bereich geboten wird. Die Unternehmensgruppe Ankünder umfasst mittlerweile neun Einzelunternehmen in drei Ländern: Österreich, Slowenien und Kroatien.
Doris Müller
Der Ankünder wurde bereits im Jahr 1924 gegründet und gilt heute als das größte südösterreichische Außenwerbeunternehmen. Dementsprechend breit ist das Spektrum an Medien, das im Out-of-Home-Bereich geboten wird. Die Unternehmensgruppe Ankünder umfasst mittlerweile neun Einzelunternehmen in drei Ländern: Österreich, Slowenien und Kroatien.
Epamedia ist auf Außen­werbung in ganz Österreich spezialisiert und verfügt insgesamt über 27.441 Außenwerbestellen. Laut Outdoor Server Austria (OSA) weist Epamedia als Marktführer bei sämtlichen Out-of-Home-Werbeträgern einen Marktanteil von 43,4 Prozent auf. Beim neuen acht Meter hohen Tower kann Werbung über drei Screens gezeigt werden.
Epamedia
Epamedia ist auf Außen­werbung in ganz Österreich spezialisiert und verfügt insgesamt über 27.441 Außenwerbestellen. Laut Outdoor Server Austria (OSA) weist Epamedia als Marktführer bei sämtlichen Out-of-Home-Werbeträgern einen Marktanteil von 43,4 Prozent auf. Beim neuen acht Meter hohen Tower kann Werbung über drei Screens gezeigt werden.
Mit Infoscreen wurde 1998 ein digitales Nachrichten- und Informationsmedium in Österreich gegründet, das Warte- und Fahrzeiten an Haltstellen und in öffentlichen Verkehrsmitteln verkürzen soll. Seither ist Infoscreen in mehreren Landeshauptstädten präsent.
Infoscreen
Mit Infoscreen wurde 1998 ein digitales Nachrichten- und Informationsmedium in Österreich gegründet, das Warte- und Fahrzeiten an Haltstellen und in öffentlichen Verkehrsmitteln verkürzen soll. Seither ist Infoscreen in mehreren Landeshauptstädten präsent.
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