Der Sponsoring Day als Meilenstein
 

Der Sponsoring Day als Meilenstein

Europäische Sponsoring Börse lud im Rahmen der Medientage zum Fachkongress

Der Freitag der 16. Österreichischen Medientage stand ganz im Zeichen des Sponsorings, ein "zentraler und zukunftsträchtiger Bereich der Wirtschaft", wie es Veranstalter Hans-Jörgen Manstein in seiner Begrüßung formulierte. Co-Veranstalter ist die Europäische Sponsoring Börse (ESB), deren Geschäftsführer Hans-Willy Brockes in seinem Eingangsstatement von einem "Meilenstein für das Sponsoring in Österreich", zumal diese Veranstaltung einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Professionalisierung und Etablierung des Umgangs der österreichischen werbungtreibenden Wirtschaft mit dieser Kommunikationsdisziplin leisten solle.



Welchen Stellenwert hat Sponsoring in Österreich überhaupt? Dazu präsentierte Marcel Cordes vom Sponsoring-Consulting-Unternehmen Sport + Markt das eigens durchgeführten "Sponsoring Barometers Östgerreich". Die Kernfakten aus der Befragung von österreichischen Unternehmen: Im Jahr fließen rund 400 Millionen Euro ins Sponsoring, gemessen an der Bevölkerung zwischen 14 und 65 sind das 66 Euro Sponsorgeld pro Kopf - in Deutschland liegt dieser Wert bei 74 Prozent. Es herrscht also Nachholbedarf. 62 Prozent dieser 400 Millionen fließen in den Sportbereich - das ist übrigens europaweiter Durchschnitt - 24 Prozent ins Sozialsponsoring, 23 Prozent in die Kultur und 21 Prozent in Eventmarketing, 26 Prozent in Medien (On- und Offline) und nur 7 Prozent in Umweltsponsoring. Immerhin 44 Prozent überprüfen den Erfolg ihrer Sponsoring-Aktivitäten grundsätzlich, aber nur 22 Prozent haben auch eine eigene Sponsoringabteilung.



Was erwarten die befragten Sponsoren von der unmittelbaren Zukunft: 15 Prozent erwarten eine Steigerung der Budgets, 40 Prozent meinen die Sponsoringbudgets bleiben gleich und 38 Prozent gehen davon aus, dass sie sinken. In Deutschland geht man davon aus, dass die Sponsoring-Budgets im laufenden Jahr um zehn Prozent sinken werden.





Im Anschluss an diese Einführung begrüßte Brockeis das "Who is Who" des österreichischen Sponsorings auf dem Podium: Hannes Jagerhofer (Acts), Philip Newald (tipp3), Georg Pangl (Bundesliga), Leodegar Pruschak (Raiffeisen Zentralbank), Philip Radel (Werbeagentur WWP), Peter Schröcksnadel (Österreichische Ski-Verband) und Stefan Streit (bwin). In der Diskussion ging es vor allem um die Frage, inwieweit Sponsoring in Österreich als strategisches Kommunikationstool oder als Mäzenatentum, das von den persönlichen Vorlieben des Geschäftsführers gesteuert wird. Fazit: Was den strategischen Einsatz vor allem aber die Vernetzung mit anderen Kommunikationskanälen anbeglangt braucht sich Österreich im internationalen Vergleich nicht zu verstecken.
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