Der ORF sucht 30.000 Euro
 

Der ORF sucht 30.000 Euro

fox17 - Fotolia
Business diagram on financial report with coins
Business diagram on financial report with coins

Der ORF wird wegen eines Fehlbetrages bei der Abrechnung seiner Korrespondentenbüros die Staatsanwaltschaft einschalten.

Dies berichtete die Tageszeitung "Der Standard" in ihrer Online-Ausgabe. Die interne Revision des öffentlich-rechtlichen Senders hat demnach einen Fehlbetrag von 30.000 Euro festgestellt. Konkret geht es laut dem "Standard"-Bericht um Bargeld, das für den Einsatz in Krisen- und Kriegsgebieten benötigt wird. Ein Mitarbeiter des ORF-Korrespondentenbüros in der ORF-Generaldirektion soll demnach für den Osteuropa- und Ukraine-Korrespondenten Christian Wehrschütz eine höhere Summe in Bar behoben haben, von der nur ein Teil tatsächlich an Wehrschütz gegangen sein soll. Der Mitarbeiter der das Geld behoben hatte, wurde inzwischen dienstfrei gestellt.

"Der ORF ergreift alle internen und rechtlichen Maßnahmen, um den Sachverhalt endgültig zu klären. Auf Basis der Ergebnisse der internen Revision wird somit auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, um in weiterer Folge allfällige dienstrechtliche Konsequenzen zu ziehen und allenfalls Schadenersatzansprüche geltend zu machen", sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber dem "Standard".

Die kaufmännische Administration des Korrespondentenbüros soll inzwischen neu organisiert worden sein. Daneben werde im ORF derzeit auch der Vorwurf falscher Belegabrechnungen im Korrespondentenbüro geprüft, hieß es weiter.
stats