Der Briefkasten als werbefreie Zone
 

Der Briefkasten als werbefreie Zone

Aufgrund einer Klage von "redmail" darf die heimische Post künftig keine Werbesendungen mehr in den Briefkästen deponieren.

Die Österreichische Post AG darf künftig keine unadressierten Massensendungen mehr im Briefkasten deponieren. Dies geht aus einem Spruch des Handelsgerichts Wien hervor, den dieses aufgrund einer Klage von "redmail" gefällt hat.



"Hausbrieffachanlagen" – so der FAchterminus für Briefkästen werden bisher ausschließlich von der Post genutzt, obwohl diese auf Kosten der Hausbesitzer – meist von der Post - aufgestellt werden. Neben der adressierten Post, steckt die Österreichische Post auch unadressierten Massensendungen in die Briefkästen. Laut dem erstinstanzlichen Spruch darf sie das künftig nicht mehr. Die Post will das Urteil allerdings negieren und vorerst weiter ihre "unadressierte Infomails" in den Briefkästen deponieren. Die Post hat gegen den Entscheid des Handelsgerichts Berufung eingelegt.



redmail, ein Joint Venture des Styria Verlags ("Kleine Zeitung", "Presse") und der holländischen Post, fühlt sich durch die Werbeverteilung der Post benachteiligt, da die redmail-Verteiler ihre Werbebotschaften an die Haustüren hängen müssen.

(as)

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