Der "Augustin" schafft es
 

Der "Augustin" schafft es

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333 Sponsoren spenden

Die Wiener Straßenzeitung "Augustin" hat eine Lösung für ihre wirtschaftlichen Probleme gefunden. Dem 14-tägig erscheinenden Blatt, das von Obdachlosen, Langzeitarbeitslosen und Asylwerbern vertrieben wird, fehlten übers Jahr gesehen 100.000 Euro, die Blattmacher suchten deshalb nach "Liebhaberinnen" und "Liebhabern", die sich mit 25 Euro pro Monat unterstützend am "Augustin" beteiligen. Jetzt wurden sie fündig, 333 Teilhaber werden das Projekt finanziell "stabilisieren", wie der "Augustin" am Samstag in einer Aussendung bekanntgab.

Augustin-Vereinskassierin Eva Rohrmoser zeigte sich begeistert: "Die Wertschätzung und das Vertrauen - sogar über die Landesgrenzen hinaus - sind überwältigend." Zu schaffen machte dem Austin laut Aussendung in den letzten Monaten ein Verkaufsrückgang, was einen Umsatzrückgang von zehn Prozent zur Folge hatte.

Der "Augustin" wurde 1995 in Anlehnung an amerikanische, britische und französische Straßenzeitungen gegründet. Pro Ausgabe wurden zwischen 27.000 und 30.000 Stück verkauft, zuletzt ging die Zahl der verkauften Exemplare aber deutlich zurück. Vom Stückpreis von 2,50 Euro geht die Hälfte an die "Augustin"-Verkäufer, mit dem Rest werden Redaktion und Projekte wie Theater- und Deutschkurse, Fußball- und Tischtennistraining sowie Fotoworkshops oder ein Chor finanziert.

(APA)
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