Demonstranten in Bulgarien beklagen Einmischu...
 

Demonstranten in Bulgarien beklagen Einmischung in Medien

Vorwurf: Spitzenpolitiker schüren "Klima der Angst und Abhängigkeit"

Bulgariens pro-europäische Protestbewegung hat vor Versuchen des sozialistischen Regierungslagers gewarnt, die Meinungsfreiheit in Medien zu beschränken. "Das belehrende Auftreten (im Fernsehen) von Politikern an der Macht (...) ist ein unmissverständlicher Versuch zur Einschüchterung", kritisiert das Nachrichtennetz der Demonstranten. Damit wollten die Spitzenpolitiker der Sozialisten und der mitregierenden Türkenpartei in den Medien ein "Klima der Angst und Abhängigkeit schaffen", heißt es in einer Erklärung, die Zeitungen am Freitag veröffentlichten.

Der unabhängige Aufsichtsrat für die elektronischen Medien (SEM) beklagte unterdessen, dass das Regierungslager im Parlament das Gremium unter Druck gesetzt habe, die Inhalte der öffentlichen Medien umzuformulieren. "Die Medien sollen nach dieser Lesart für die Regierung bequeme Inhalte erzeugen", kritisierte SEM-Chef Georgi Losanow am Freitag in einem Gespräch mit dem Staatsradio.

Im Gegensatz zu vielen privaten Medien, die nach dem Regierungswechsel in Bulgarien im Mai das neue Kabinett offen unterstützen, sind das staatliche Fernsehen und Radio um Überparteilichkeit und Pluralismus bemüht.

(APA/dpa)
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