Dem britischen "Observer" droht das Aus
 

Dem britischen "Observer" droht das Aus

Die älteste Sonntagszeitung der Welt wurde von der US-Medienkrise erfasst.

Der Herausgeber "Guardian News Media" (GNM) berate, ob das Blatt in seiner derzeitigen Form noch haltbar sei, berichtete die Wirtschaftszeitung "Financial Times" am Montag unter Berufung auf Konzernkreise.



Es sei noch keine Entscheidung gefallen, wie die Zukunft aussehen solle, aber das Ende des Blattes in seiner jetzigen Form sei nicht ausgeschlossen worden, berichtete die "Financial Times". Einspruch hätten allerdings Mitglieder des Scott Trusts eingelegt, dem Eigner und Aufsichtsgremium des Konzerns. Im Gespräch sei ein Magazin, das unter der Woche erscheinen soll. Durch die neue Strategie solle vermutlich das Schwesterblatt "Guardian" gerettet werden.



Der "Observer" wurde 1791 gegründet. Er gehört heute zu der Tageszeitung "Guardian" und hat wie diese eine linksliberale Linie. Der Mutterkonzern von GNM, die Guardian Media Group, hatte vergangene Woche einen Verlust vor Steuern von fast 90 Millionen Pfund (105,2 Millionen Euro) für das Jahr 2008/09 bekanntgegeben.







(Quelle: APA)
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