Deix’sche Rückschau
 

Deix’sche Rückschau

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Sich selbst hat er gleich auf dem Cover verewigt: Der österreichische Karikaturist Manfred Deix präsentiert sich uns als ein fetter Zeichner in Hawaii-Hemd und Hot-Pant-Jeans mit Beach-Boys-Tattoo. In seinem eben veröffentlichten Sammelwerk "Der dicke D...

Sich selbst hat er gleich auf dem Cover verewigt: Der österreichische Karikaturist Manfred Deix präsentiert sich uns als ein fetter Zeichner in Hawaii-Hemd und Hot-Pant-Jeans mit Beach-Boys-Tattoo. In seinem eben veröffentlichten Sammelwerk "Der dicke Deix" hat der Chronist des Österreichertums hingegen die besten Cartoons aus den vergangenen sechs Jahren zusammengefasst: Die Hauptrollen spielen da die heimische Politiker-Riege, die Kirche und natürlich der normale Durchschnittsbürger. Oder, wie es Deix-Freund und Musiker Lukas Resetarits im Vorwort ausdrückt: "Kleine Kanzler, die große Spuren hinterlassen wollen, lächerliche Patrioten, politische Provinzler, nörgelnde Neidhammel, bizarre Feschaks – er liebt sie alle!" So findet man in der Deix’schen Werksammlung 1998 bis 2004 den Abstieg des schönen Viktor und seiner einst so mächtigen Sozialdemokratie, den Aufstieg des kleinen Mascherlträgers, den Bombenbastler von Gralla oder die sexuellen Vorlieben der Kirchenbrüder zeichnerisch und somit auch zeitgeschichtlich verewigt.

Manfred Deix: "Der dicke Deix" Verlag Carl Ueberreuter, Wien 2004, 312 Seiten, 29,95 Euro, ISBN 3-8000-7059-6

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