Datenschutz: TikTok muss Pläne für personalis...
 
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TikTok muss Pläne für personalisierte Werbung pausieren

Adria Vidal/stock.adobe.com

Personalisierte Werbung hätte Standard werden sollen, allerdings meldeten mehrere Datenschutzbehörden Bedenken an.

TikTok drückt im letzten Moment die Stopp-Taste für seine umstrittene Werbepläne in Europa. Ab Mittwoch hätte die Social-Video-Plattform vorgehabt, User nicht mehr nach ihrer Zustimmung zu fragen, ob sie mit Tracking einverstanden sind, um personalisierte Werbung ausgespielt zu bekommen. Personalisierte Werbung hätte für volljährige User demnach Standard werden sollen. Wer der Verwendung der persönlichen Daten zu Werbezwecken widersprechen wollte, hätte laut diesen Plänen jeder einzelnen Datenverarbeitung mit einer Begründung widersprechen sollen.

Schon Anfang der Woche gab es deswegen eine Warnung der italienischen Datenschutzwächter, da sie darin eine Verletzung der ePrivacy-Direktive und der Datenschutzgrundverordnung (DSVGO) gesehen haben. Nun, so berichtet das Portal Techcrunch, sind auch die irischen Datenschützer (DPC) tätig geworden.

Pause aber kein Ende

„Nach der gestrigen Zusammenarbeit mit der Behörde hat TikTok zugestimmt, die Anwendung der Änderungen auszusetzen, damit die Behörde ihre Analyse durchführen kann“, sagte ein Sprecher der DPC am Dienstag gegenüber TechCrunch. TikTok bestätigte die Pause in einer Stellungnahme gegenüber dem Tech-Portal: "Während wir uns mit den Fragen von Stakeholdern zu unseren vorgeschlagenen Änderungen der personalisierten Werbung in Europa befassen, unterbrechen wir die Einführung dieses Teils unserer aktualisierten Datenschutzrichtlinie".

Aufgeben will man die umstrittenene Pläne aber offensichtlich nicht: "Wir glauben, dass personalisierte Werbung das beste In-App-Erlebnis für unsere Community bietet und uns mit üblichen Praktiken in der Branche in Einklang bringt, und wir freuen uns darauf, mit den Stakeholdern in Kontakt zu treten um ihre Bedenken auszuräumen."
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