"Das Vierte" soll Vollprogramm werden
 

"Das Vierte" soll Vollprogramm werden

Der neue Eigentümer Dimitrij Lesnewskij will in den Sender investieren.

Offenbar hat der neue Eigentümer des Spielfilmsenders "Das Vierte" viel vor mit seinem vor kurzem erworbenen NBC Universal-Abkömmlings. Der Sender soll nämlich eine Vollprogrammlizenz erhalten, erklärt Dimitrij Lesnewskij in einem Interview mit w&v. "Wir wollen versuchen, eine Atmospähre zu schaffen, bei der neben Spielfilmen und Serien auch täglich Nachrichten mit einem Schuss Ironie und Satire ins Programm integriert werden sollen. Wir werden Formate entwickeln, die dazu passen", so Lesnewskij. Die Programmierung soll künftig "vielfältiger" sein als bislang,  der neue Senderchef zeigt sich hier sehr experimentierfreudig und schließt auch Synergien zu seinem Kurzfilm-Protal Minimovie nicht aus: "Wir wollen bis zu einer Stunde Kurzfilme in unser Programm integrieren".

Vorerst soll der Sender aber eine andere Identität bekommen. Gespräche mit der Konzept-Agentur "View" - sie war auch für das Design von Minimovie sowie für das des französischen TV-Senders M6 verantwortlich - seien bereits in Gang. Das neue Gesicht ist dann für Jänner 2009 zu erwarten.

Zum Thema Refinanzierungsquelle meinte der Senderchef im Interview: "Ich muss mir erst das Programm ansehen und prüfen, ob überhaupt noch Werbe-Spots zu sehen sind" (lacht).




Die Geschäftsführung soll Elena Fedorova übernehmen. Lesnewskij selber betrachtet sich ab sofort als Berater. Das komplette Team von "Das Vierte" mit seinen 45 Leuten soll übernommen werden.




Bei dem Erwerb einer Volllizenz  wäre "Das Vierte" der erste deutsche Programmstart nach 16 Jahren. Zuletzt wurden 1993 Vox und RTL2 lizensiert. In Deutschland gibt es derzeit 149 bundesweite deutschsprachige Fernsehprogramme.
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